Digitale Kamera-Modelle sind erfolgreicher als ihre analogen Vorgänger Der Spiegelreflex kehrt zurück

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Die so genannten DC-Modelle leuchten eine kleinere Fläche aus als ihre auf Kleinbild ausgelegten Geschwister. Denn die meisten digitalen Bildsensoren in SLRs sind im Vergleich zum Negativ geschrumpft, weil sonst die Fertigungskosten für die Chips zu hoch wären. Entsprechend weniger Glas muss in die Objektive verbaut werden, was sie kleiner, leichter und letztlich auch günstiger macht. Zu den vier vorhandenen DC-Objektiven von Sigma haben sich erst kürzlich drei neue gesellt. Canon und Nikon haben schon seit längerem ähnliche Optiken im Programm; andere Hersteller ziehen nach.

Während die digitale Welle bei den SLRs gerade erst hochschwappt, hat sich das Gewässer bei den Kompaktkameras beruhigt. Die Hersteller vermelden keine Auflösungsrekorde mehr, sondern profilieren sich mit dem lange vernachlässigten Feinschliff an den Apparaten. So dauerte es noch vor ein, zwei Modellgenerationen eine gefühlte Ewigkeit bis die Kamera auf den Druck des Auslösers reagierte und das Bild schoss; bei modernen Apparaten ist die Verzögerung meist kaum mehr messbar.

Aus den Gucklöchern zum Betrachten der Aufnahme sind Monitore geworden, die fast die gesamte Rückseite der Kamera in Beschlag nehmen und sich selbst bei Sonnenschein noch gut ablesen lassen. Videoaufnahmen, die bis vor kurzem standardmäßig auf 30 Sekunden beschränkt waren, werden bei vielen Modellen nur noch durch die Größe der Speicherkarte begrenzt. Und ein Satz Akkus gibt nicht mehr nach ein paar Dutzend Bildern den Geist auf; 500 und mehr Aufnahmen sind mittlerweile drin.

Die gravierendsten Neuerungen spielen sich aber bei den Prozessoren ab, die die Rohdaten des Aufnahmesensors ins sichtbare Bild umwandeln - sie werden zunehmend leistungsfähiger. Ausgeklügelte Algorithmen erlauben höhere Filmempfindlichkeiten bei gleichzeitig weniger Rauschen: Das heißt: Die Fotos werden weniger körnig. Farbtöne und Kontraste kommen dem realen Vorbild erstaunlich nahe. Aufwendiges Nachbearbeiten am heimischen Rechner entfällt so, die Fotos können in vielen Fällen direkt aus der Kamera aufs Papier gebracht werden. "Wo früher Prozessoren von der Stange verbaut wurden, kommen heute Eigenentwicklungen zum Einsatz", sagt Canon-Fachmann Guido Krebs.

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