Digitale Schädlinge blicken auf eine lange Karriere zurück
Der Computervirus wird zwanzig Jahre alt

Eine der größten Plagen in der Computerwelt hat in dieser Woche Geburtstag. Vor zwanzig Jahren erblickte der erste Computervirus das Licht der Öffentlichkeit.

HB DÜSSELDORF. Der Student Fred Cohen präsentierte an der University Southern California nach einer Woche Entwicklungsarbeit im November 1983 das Ergebnis seines Experiments: den ersten Virus auf einem Unix-System.

Seinen Namen bekam das kleine Programm, da es ähnlich wie das biologische Virus seine Umgebung verändert und sich weiter vermehren kann. Heute sind mehr als 60 000 Viren weltweit bekannt. Jeden Monat kommen rund 400 neue Computer-Parasiten hinzu, die von Hackern und Saboteuren kreiert werden. Zu einer „modernen“ und besonders heimtückischen Form des Computerschädlings ist inzwischen der Computer-Wurm geworden, der eigentlich auf eine Entwicklung in Xerox Forschungszentrum PARC zurückgeht. Schon 1979 wurde dort von den Wissenschaftlern J. Shoch und J. Hupp eine Technologie ersonnen um Softwareaktualisierung automatisch an viele Rechner verteilen zu können.

Die Nachfahren sind allerdings eher aggressiv eingestellt. Der Wurm „Code Red“ etwa hatte im Sommer 2001 Hunderttausende Internet-Rechner weltweit infiziert. Während Viren für ihre zerstörerische Arbeit immer auf einen „Wirt“ oder eine aktive Handlung des Computer-Nutzers angewiesen sind, können Würmer selbstständig agieren. Der Wurm „Blaster“, auch „Lovesan“ genannt, hatte sich in diesem Jahr zum Beispiel über eine Schwachstelle in Windows-Rechnern weltweit in Hunderttausende Rechner eingenistet und sich von dort aus selbstständig über das Internet weiter verbreitet.

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