Digitale Technik motzt Filme auf
3D ist wieder da – und besser

Wenn Walt Disneys erster eigener und reiner Computertrickfilm, „Himmel und Huhn“, diese Woche startet, dann mag er deutschen Kinogängern etwas banal vorkommen. Das dürfte an der Handlung liegen, die schon US-Kritiker als „einfallslos“ und „klischeehaft“ bezeichneten. Daran dürften auch Boris Becker und Verona Feld ... äh, Pooth, als Synchronsprecher wenig ändern.

HB SAN FRANCISCO. Aber der Film vom kleinen Huhn, dem der Himmel auf den Kopf zu fallen droht, ist trotzdem sehenswert. Das liegt an der Technik, mit der er gedreht wurde: 3D. Da werden sich viele fragen, was denn ausgerechnet an dieser verstaubten Methode so besonders ist. Und ob man dafür denn immer noch diese blöden Brillen braucht, um dann trotzdem nicht scharf zu sehen?

Spezialbrillen muss das Publikum zwar immer noch tragen. Aber sie sind leicht und so billig, dass man sie behalten darf. Vor allem aber liefern sie ein kristallklares Bild in Farbe. Anders als die rot-grünen Brillen von einst, die alles in verwaschenem Grau erscheinen ließen. „Dies hat nichts mit dem 3-D-Film aus Großvaters Tagen gemein“, erklärt Michael Lewis, Mitgründer der Firma Real D. „Dies ist ein völlig neues Erlebnis. Sie haben buchstäblich das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.“

Das Neue am 3-D-Kino des Jahres 2006 hat mit dem „D“ im Firmennamen Real D zu tun: Es steht für „digital“ und signalisiert den bevorstehenden Umstieg vieler Filmtheater auf Computertechnik im Kinosaal. Während bisher Filmspulen durch die Projektoren rattern, soll die Hollywood-Ware künftig in Form von Einsen und Nullen von der Festplatte kommen. Das spart Kosten.

Und ermöglicht als Nebeneffekt 3-D-Kino der neuen Art; denn bisher mussten zwei Projektoren zwei Filmkopien genau synchron abspielen, um räumliches Sehen auf der Leinwand zu simulieren. Der dreidimensionale Effekt entsteht dadurch, dass beim Filmdreh zwei Kameras die Handlung aufnehmen, und zwar leicht gegeneinander versetzt, genau wie auch die menschlichen Augen leicht versetzte Bilder der Umgebung vermitteln. Aus den beiden Perspektiven errechnet das Gehirn dann die räumliche Tiefe.

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