Digitaltechnik für Audioanwendungen
Technik gegen Pfiffe

Wenn der Vortrag eines Sprechers durch Pfeif-Töne gestört wird, muss nicht das Publikum schuld sein. Mit Hilfe der Digitaltechnik können viele akustische Probleme bei Veranstaltungen jedoch überwunden werden.

hiz DÜSSELDORF. Pfeifende Mikrofone oder unverständliche Sprecher sind bei vielen Veranstaltungen an der Tagesordnung. Mit einem so genannten „Feedback Destroyer“ können die unerwünschten Töne jedoch unterdrückt werden. Ein „Kompressor“ kann dem Sprecher zudem die notwendige Durchsetzungskraft geben.

Grund für die oft schlechte Akustik sind einfache physikalische Prinzipen. Wenn eine Anlage pfeift, so „hört“ das Mikrofon den Ausgang des Verstärkers. Dadurch schaukelt sich das System hoch. Da jeder Raum und jede Anlage eine oder mehrere Resonanzfrequenzen hat, pfeift es in den entsprechenden Tönen aus den Lautsprechern. Diese sogenannte Rückkopplung kann vermieden werden, wenn man die Lautstärke zurücknimmt. Damit wird aber auch das Nutzsignal leiser, was der Verständlichkeit reduziert. Sänger und Musiker nehmen deswegen gerne Mikrofone, die so konstruiert sind, dass sie nur Schall aufnehmen, der sehr nahe an der Membran erzeugt wird. Sänger, die das Mikrofon fast „verschlingen“, sind das Resultat. Das ist für einen Redner aber unangebracht. Hier hilft ein „Feedback Destroyer“, wie der DSP1124 von Behringer. Mit dem Gerät wird das Audio-Signal digitalisiert. Ein Signalprozessor analysiert die Signale nach möglichen Rückkopplungen und blendet sie aus. Die Software ist dabei so ausgelegt, dass bei Änderung des Resonanzverhaltens, also Änderung der Position des Mikrofons oder des Sprechers, die Filter den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Der Gesamteindruck des akustischen Signals soll so kaum beeinflusst werden.

Das zweite häufig auftretende Problem sind Sprecher, die auf Grund ihrer Stimmer oder ihrer Position zum Mikrofon zu leise sind. Auch hier kann mittels Digitaltechnik geholfen werden. Bei Musikproduktionen oder in den Fernsehprogrammen ist das schon alltäglich: Das Audio-Signal von Werbeblöcken wird komprimiert und wirkt dadurch lauter.

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