Download-Plattform für Songs
Yahoo steigt ins Musik-Geschäft ein

Yahoo steigt in das Geschäft mit Onlinemusik ein und will mit seinem Preismodell Rivalen wie Apple, Realnetworks oder Napster ausstechen.

dpa SANTA MONICA. Die erste Testplattform von „Yahoo Music Unlimited“ offeriert für eine monatliche Abo-Gebühr ab 4,99 Dollar eine Auswahl an über einer Million Musikstücken.

„Wir sind überzeugt, an der Spitze des schnell wachsenden Online-Musik- Segments zu stehen“, sagte Lloyd Braun, Chef der Yahoo Media Group, am Dienstag (Ortszeit) in Santa Clara (Kalifornien).

Abonnenten sollen für 79 Cent pro Song das Stück herunterladen, auf bis zu fünf PCs oder einen mobilen Player übertragen sowie auf CD brennen können. Wie auch bei dem Abo-Modell von Napster sind die erworbenen Songs nach Ablauf des Abos nicht mehr abspielbar. Der Preis liegt in der Abo-Gebühr deutlich (Napster: 180 Dollar im Jahr) und im Stückpreis um rund 20 Cent unter der Konkurrenz. Als Kopierschutz nutzt Yahoo! das WMA-System von Microsoft.

Den Markt für Online-Musik entdecken immer mehr Unternehmen als lukrativen Geschäftszweig. Nach Apple, Sony und Napster stieg zuletzt auch Microsoft mit einem eigenen Angebot ein. Seit seinem Start im April 2003 dominiert jedoch der Online-Musik-Pionier und Computerhersteller Apple weiterhin den Markt mit einem Anteil von rund 70 Prozent. Im Februar dieses Jahres startete erstmals Roxio unter der Marke „Napster to go“ mit einem Abo-Modell, bei dem die Nutzungsrechte an den Liedern mit Auflauf des Abos erlöschen.

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