Drahtlose Datenübertragung
Die Tricks der WLAN-Entwickler

Um die Übertragung in WLANs zu optimieren und auch unter schwierigen Bedingungen die Daten schnell austauschen zu können greifen die Entwickler von Netgear tief in die Trickkiste.

DÜSSELDORF. Drahtlose Netze sind in der Regel langsamer als fest verdrahtete. Die Entwickler von Netgear wollen mit technischen Tricks dieses Manko aber ausgleichen. Dazu muss vor allem die analoge Sendertechnik optimiert werden.

Ein WLAN, das nach dem heute üblichen internationalen Standard IEEE 801.11g arbeitet, erlaubt eine Übertragungsrate von 54 Megabit. Dieser Wert ist allerdings theoretisch und entspricht nicht der wirklichen Datenübertragungsrate. Nur im Idealfall kommunizieren Basisstation und Rechner mit dieser Geschwindigkeit. Zudem ist eine hohe Redundanz bei der Übertragung nötig, um Fehler zu erkennen und wenn möglich auszumerzen. Netto wird ein drittel der angegebenen Geschwindigkeit erreicht. Dieser Wert reduziert sich weiter, wenn Hindernisse die Funkverbindung stören. Die Funkwellen können von metallischen Hindernissen, drahtlosen DECT-Telefonen, Reflektionen und vielen anderen Dingen behindert werden. In diesen Fällen schalten die WLAN-Geräte automatisch ihe Transferrate herab, der Datendurchsatz geht dann weiter in die Knie. Durch intelligente Antennensteuerungen, die zwischen automatisch verschiedenen Übertragungswegen wählen, können diese Störeinflüsse jedoch minimiert werden.

Das Funkspektrum der WLANs verfügt nur über drei Kanäle, die sich nicht überlappen. Verschiedene Hersteller splitten diese Kanäle und senden zwei Funksignale oder Datenströme mit leicht unterschiedlichen Frequenzen. Der Empfänger setzt daraus dann wieder einen Datenstrom zusammen. Damit steigt die Übertragungsleistung im Idealfall auf 108 Megabit, was einer Nettoleistung von rund 40 Megabit entspricht.

Die Netgear-Entwickler gehen bei der Produktfamilie Rangemax 240 noch einen Schritt weiter. Die Geräte untersuchen, welcher der drei Kanäle die stärksten Störungen aufweist. Auf den anderen beiden Kanälen werden dann jeweils zwei Datenströme gesendet. Die Auswahl der Sendekanäle erfolgt dynamisch, so das bei wechselnden Störungen auch automatisch ein Kanal-Wechsel erfolgt. Durch diese Tricks in der analogen Sendetechnik erreichen die Geräte 240 MBit pro Sekunde. Das entspricht einer Netto-Datenrate von 80 MBit pro Sekunde. Um den Durchsatz auch unter schlechten Bedingungen zu erreichen, ist die Basisstation mit drei Antennen ausgestattet. Automatisch werden immer die Antennen gewählt, deren Verbindung zum Rechner oder Notebook am wenigsten gestört sind. „Mit der Technologie sind wir in der Lage, zwei hochauflösende Videoströme parallel zu übertragen“, begeistert sich Vivek Pathela, Director Home Products bei Netgear.

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