Drahtlose Internetzugänge
Telekom baut 3000 neue Hotspots

Die Deutsche Telekom stärkt das Geschäft mit Telefonaten und Datendiensten im Internet: Der Konzern will bis zum Jahresende 3000 weitere öffentliche Einwahlpunkte in das Web bauen, im Fachjargon Hotspots genannt.

HANNOVER. Die Telekom betreibt zurzeit bundesweit 6000 dieser Punkte an Flughäfen, in Hotels und Cafés. "Mit dem Ausbau wollen wir unser neues Festnetzhandy T-One stärken und den Umsatz mit Daten und Unterhaltung fördern", sagte Festnetzchef Walter Raizner dem Handelsblatt.

T-One gehört zu einer neuen Generation von Telefonen, die automatisch immer die günstigste Verbindung suchen. Unterwegs funktionieren sie als Mobiltelefon, zuhause oder in der Nähe von Hotspots leiten die Kombi-Telefone Gespräche in das Internet weiter, wo die Minutenpreise wesentlich billiger sind. Auf der Cebit haben die Telekom und ihr größter Rivale Arcor Lösungen für Festnetz-Handys präsentiert.

Die Festnetzsparte T-Com betreibt die Hotspots zwar gemeinsam mit der Mobilfunktochter T-Mobile. Den Mobilfunkern gehen aber überall, wo Hotspots stehen, Gespräche verloren, weil sie dort über das Web geleitet werden. Experten sehen deshalb in Geräten wie dem T-One eine Gefahr für die Mobilfunker.

"Hotspots spielen eine große Rolle für den mobilen Datenverkehr, weil sie wesentlich günstiger sein können als Verbindungen über das Mobilfunknetz", sagt Frank Rothauge von der Privatbank Sal. Oppenheim. Noch seien die Preise aber nicht sehr attraktiv, weil Flughäfen und Hotels ebenfalls an dem Internetzugang verdienen wollten.

Reaktion auf Angriff der Mobilfunker

Mit den Kombi-Telefonen kontern die Festnetzbetreiber den Angriff der Mobilfunker, die günstige Tarife für Gespräche von zuhause aus anbieten. Damit wollen diese ihre Kunden überzeugen, nur noch mobil zu telefonieren. Raizner verliert bereits jeden Monat mehr als 100 000 Festnetzanschlüsse. Er muss deshalb versuchen, seine Kunden mit attraktiven Angeboten davon abzuhalten, zu Mobilfunkern oder privaten Festnetzrivalen zu wechseln.

Das will der T-Com-Chef neben dem T-One mit einem neuen Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) erreichen. Die Telekom will für 3,3 Mrd. Euro neue Glasfaserleitungen verlegen, die bis zu 50 Mal schneller sind als gängige DSL-Verbindungen. Konzernchef Ricke hat diese Investitionen aber an die Bedingung geknüpft, dass er alleine über das neue Netz verfügen darf. Er will verhindern, dass die Bundesnetzagentur ihm Preise vorschreibt, zu denen er VDSL seinen Wettbewerbern zur Verfügung stellen muss.

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