Drei Mal Programm in der Woche
Das Fernsehen wird 70

In nahezu jedem deutschen Haushalt steht heutzutage mindestens ein Fernsehgerät. Die Anfänge waren freilich bescheiden: Als vor genau 70 Jahren, am 22. März 1935, im Berliner Haus des Rundfunks die Ausstrahlung des ersten regelmäßigen öffentlichen Fernsehprogramms der Welt begann, konnten es die meisten Zuschauer nur in so genannten Fernsehstuben verfolgen.

HB DÜSSELDORF. "Drei Mal in der Woche, jeweils zwischen 20.30 und 22 Uhr, wurde eine Mischung aus Live-Programm vom Studio und Filmausschnitten ausgestrahlt", berichtete der Branchenverband gfu am Montag in Nürnberg. Eine rasante Entwicklung nahm damit ihren Anfang. Die Olympischen Spiele 1936 wurden zum ersten Höhepunkt in der Geschichte des Fernsehens. Ebenfalls 1936 begannen regelmäßige TV-Übertragungen in England und Frankreich. Die USA folgten 1939.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es erst 1950 vom Nordwestdeutschen Rundfunk aus Hamburg wieder erste Fernsehbilder in Deutschland. Am 25. Dezember 1952 war es dann soweit: Irene Koss kündigte als erste Sendung des ständigen Programms ein Fernsehspiel an. Ein halbes Jahr später begann mit der Übertragung der Krönungsfeierlichkeiten von Königin Elizabeth II. von England das Zeitalter der internationalen Fernseh-Direktübertragung.

1963 startete das ZDF den Sendebetrieb, vier Jahre später begann das Zeitalter des Farbfernsehens. Am 1. Januar 1984 wurde in Ludwigshafen das erste Kabel-Pilotprojekt aufgenommen. Inzwischen ist das Kabel nach gfu-Darstellung in Deutschland der bedeutendste Übertragungsweg. Zeitgleich starteten auch die ersten privaten Programme SAT.1 und RTL plus.

Heute haben nach Angaben des Verbands rund 98 Prozent der deutschen Haushalte mindestens ein Fernsehgerät, 40 Prozent davon sogar zwei oder mehr. Die Bundesbürger sehen pro Tag rund 210 Minuten fern. Auch das Fernsehen folgt der allgemeinen Digitalisierung der Medien: Das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T wird seit Herbst 2003 in deutschen Ballungsräumen eingeführt.

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