Dresden und Region
Das Sächsische „Silicon Valley“

Die Mikroelektronik hat sich zu einer der Stützen in Sachsens Wirtschaft entwickelt. Insgesamt gibt es derzeit rund 760 Unternehmen in Dresden und Region, die in der Mikroelektronik sowie in der Informations- und Kommunikationstechnik angesiedelt sind.

dpa DRESDEN. Zu den größten Arbeitgebern zählen neben AMD auch Infineon und dessen Speicherchip-Tochter Qimonda sowie ZMD. Diese Konzentration hat der Region inzwischen den Spitznamen „Silicon Saxony“ in Anlehnung an das kalifornische Silicon Valley eingebracht.

AMD fertigt in Dresden sämtliche Microprozessoren, die der amerikanische Chipherstellers weltweit verkauft. Mit der am Montag angekündigten 2,5 Mrd. Dollar umfassenden Investition und der Aufrüstung der ersten Fabrik auf die Produktion von 300-Millimeter- Siliziumscheiben hält sich das Unternehmen fit für den harten Wettbewerb mit Weltmarktführer Intel. Zuvor wurden die Chips in der ersten Fabrik aus so genannten Wafern mit 200 Millimeter Durchmesser gestanzt. Je größer die verwendeten Siliziumscheiben sind, umso mehr Chips können in einem Arbeitsschritt produziert werden.

AMD beschäftigt in der Region derzeit 3 000 Mitarbeiter. Mit jedem Arbeitsplatz entstehen im Umfeld rund 1,5 weitere - der Gesamtbeschäftigungseffekt liegt bei mehr als 20 000 Stellen. Bereits seit Eröffnung der zweiten Fabrik im Herbst 2005 wurde spekuliert, dass AMD auch sein drittes Chipwerk in Dresden ansiedeln will. Eine Entscheidung über den künftigen Standort soll noch im Sommer erfolgen.

In seinem Dresden Design Center betreibt AMD sein europäisches Entwicklungszentrum. Die Fraunhofer Gesellschaft hat gemeinsam mit AMD und Qimonda ein Forschungszentrum für Nanotechnologie (CNT) in der Region angesiedelt. Während Infineon noch eine 200-Millimeter- Chip-Fabrik unterhält, hat Qimonda neben einem eigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum die Leitung einer 300-Millimeter-Fabrik übernommen, beide Werke zusammen beschäftigen rund 5 000 Menschen. Die Toppan Photomasks betreibt gemeinsam mit AMD und Infineon das Advanced Mask Technology Center (Amtc) mit rund 130 Mitarbeitern. Hier entstehen Fotomasken für Prozesse und Strukturen von 65 Nanometern und kleiner.

Auch in Freiberg haben sich Mikroelektronik-Firmen angesiedelt, die sich mit Halbleitermaterialien befassen. Dazu gehören Solarworld, Siltronic und Freiberger Compound Materials. Mit Gesamtinvestitionen von 900 Mill. Euro sind in den kommenden Jahren 2000 Arbeitsplätze geplant.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%