IT + Internet
DSW: In wenigen Wochen Entscheidung über Telekom-Anklage

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rechnet in wenigen Wochen mit einer Entscheidung der Bonner Staatsanwaltschaft über eine Telekom-Anklage.

dpa DüSSELDORF. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rechnet in wenigen Wochen mit einer Entscheidung der Bonner Staatsanwaltschaft über eine Telekom-Anklage.

„Es ist gut für die Aktionäre, dass die Wartezeit endet“, sagte DSW- Geschäftsführer Carsten Heise in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Allerdings sei derzeit noch nicht klar, ob es wegen der angeblich unrichtigen Immobilienbewertung überhaupt zu einer Anklage kommt. Darüber wurde am Wochenende in der Presse spekuliert.

Oberstaatsanwalt Fred Apostel hatte am Sonntag bestätigt, dass die Ermittlungen im engeren Sinne abgeschlossen seien. Dabei soll die Staatsanwaltschaft der Telekom nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ erneut den Vorschlag gemacht haben, das Ermittlungsverfahren gegen Zahlung einer Geldbuße einzustellen. Der Bonner Konzern soll das aber abgelehnt haben. Damit dürften die Ankläger kaum eine andere Möglichkeit haben, als bei Gericht eine Anklageschrift einzureichen. Die Telekom nahm zu den Berichten keine Stellung und betonte erneut, dass alle Bilanzen des Konzerns in Ordnung seien.

Die Telekom wolle auf jeden Fall verhindern, dass sie in den Verdacht gerate, bei der Immobilienbewertung seien Dinge nicht rechtens gewesen, vermutete Heise. „Die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße käme einem Schuldeingeständnis gleich“. Diesen Eindruck wolle die Telekom vor allem im Zusammenhang des laufenden Schadenersatzprozess vor dem Frankfurter Landgericht erst gar nicht aufkommen lassen. Andererseits würde eine Anklageerhebung den T-Aktionären bei ihrer Prospekthaftungsklage wieder zusätzliches Material in die Hand geben.

Mitte 2003 hatte die Bonner Staatsanwaltschaft nach rund dreijähriger Untersuchung ihre Ermittlungen gegen die Telekom teilweise eingestellt. Der Verdacht auf Kapitalanlagebetrug und Falschbilanzierung habe sich in Bezug auf technische Anlagen nicht bestätigt. Dagegen wurde die Untersuchungen zum Immobilienvermögen fortgesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%