Dual-Core-Technik
Intel will Weltmeister im Stromsparen werden

Der weltgrößte Hersteller von Computerchips hat in Deutschland jüngst Marktanteile an seinen Rivalen AMD verloren. Nun setzt Intel zum Gegenangriff an und will dabei besonders mit neuen Technologien punkten.

HB MÜNCHEN. „Wir haben im sehr niedrigpreisigen Desktop-Bereich rund ein Prozent abgegeben“, sagte der Intel-Deutschland-Chef Hannes Schwaderer am Mittwoch im Telefoninterview mit Reuters. „Durch neue Technologien und neue Produkte werden wir aber im laufenden Jahr aber wieder Marktanteile zurückgewinnen“, kündigte der Manager an. Der deutsche Markt sei bei Intel weiterhin von der starken Nachfrage nach Laptops geprägt. In Privathaushalten würden hierzulande zunehmend zusätzliche Rechner angeschafft, was Intel für sich nutzen wolle. „Der Trend geht zum Drittcomputer“, sagte der Manager.

Intel setze vor allem auf seine so genannte Dual-Core-Technik, bei der in einem Prozessor zwei Rechnerkerne parallel arbeiteten. „Wir werden bis Ende 2006 mehr Dual-Core als Single-Core verkaufen“, kündigte Schwaderer an. Der Vorteil dieser Kombination sei es, die Rechner bei gleichem Stromverbrauch rund 70 Prozent schneller zu machen. Grundsätzlich werde 2006 im Zeichen des Energieverbrauchs stehen. So könne mit den neuen Prozessoren die Akkulaufzeit in Notebooks verlängert werden. „Wir sind bestrebt Weltmeister im Stromsparen zu werden“, sagte Schwaderer. Gleichzeitig plane Intel, die Produktionskosten durch immer kleinere Chip-Strukturen weiter zu drücken. Je engmaschiger die Chips gearbeitet sind, desto mehr können aus einer Siliciumscheibe gewonnen werden.

Der Intel-Konzern hatte die Märkte mit seinen am Dienstagabend vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal und seinem Ausblick auf 2006 enttäuscht. Intel-Aktien gaben nachbörslich um rund neun Prozent nach. Die Enttäuschung traf die gesamte Computerbranche. So verloren die Papiere des deutschen Chipherstellers Infineon im frühen Handel gut zwei Prozent auf zuletzt 7,82 Euro. Auch die Titel des Software-Konzerns SAP sanken gut zwei Prozent auf 148,50 Euro.

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