Durch Spyware können vertrauliche Informationen an Unbefugte gelangen.
Lauschangriff aus dem Web

Spyware ist gefährlich und ärgerlich. Hinzu kommt: Die Bekämpfung ist noch komplexer als bei Viren. Eine Zusammenstellung typischer Anzeichen hilft jedoch zu Erkennen, ob der eignen Rechner befallen ist.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheitsspezilisten von Aladdin Knowledge Systems warnen vor der oft unterschätzen Gefahr, die Spionageprogramme - so genannte Spyware - darstellen. Als Spyware wird Software bezeichnet, die persönliche Daten des Anwenders ohne dessen Wissen an Dritte sendet. Meist werden gleichzeitig die Aktivitäten des Browsers beeinträchtigt. Die Programme dienen in der Regel dazu, das Surf-Verhalten im Internet zu analysieren, um gezielt Werbebanner oder Popups einzublenden. Die Marktforscher der IDC stufen Spyware als viertgrößte Gefahr für die Netzwerk-Sicherheit ein, noch vor Spam und Cyber-Terrorismus.

Nicht jedes Spionageprogramm wird dabei bei der Infektion eines PC durch Viren oder Würmer installiert. Spyware gelangt häufig im Paket mit scheinbar interessanten Programmen auf den Rechner. Sobald er ein Anwender der Installation solcher Software zustimmt, landen auch die Spionageprogramme auf dem Computer. Aus diesem Grund lässt sich die Spyware auch nicht mit den gleichen Mitteln bekämpfen wie Viren. Eine Antiviren-Software kann beispielsweise einen Virus entfernen, ohne den Benutzer überhaupt davon in Kenntnis zu setzen. Dass er bei Spyware dann allerdings auch oft ein Programm löscht, dessen Installation der Anwender vorher selbst zugestimmt hat, macht die Sache rechtlich problematisch. Hinzu kommt, dass zahlreiche Spyware-Programme gesetzeskonform sind.

Es gibt nach der Erfahrung der Experten typische Anzeichen, die auf aktive Spyware oder Adware auf einem Rechner hindeuten.

  • Unverhältnismäßig viele Pop-up-Fenster werden geöffnet, selbst wenn Pop-up-Blocker im Einsatz sind.
  • Es erfolgt eine automatische Weiterleitung auf andere Webseiten, die gewünschte Seite wird vom Browser jedoch nicht geöffnet. Dies kann ein Dauerzustand sein, aber genauso nur gelegentlich auftreten.
  • Neue Symbolleisten, Menüs oder Schaltflächen werden dem Browser hinzugefügt, die der Anwender nicht selbst installiert hat.
  • Die Startseite des Browsers ist nicht mehr die vom Anwender eingestellte und lässt sich auch nicht effektiv ändern.
  • Die Standardeinstellung für Suchmaschinen wurde geändert. Wird eine gesuchte Seite nicht gefunden, so wird der Anwender auf unbekannte Suchseiten weitergeleitet, die extrem Marketing-lastig sind.
  • Neue Symbole und Applikationen erscheinen auf der Taskleiste, ohne dass der Anwender etwas installiert hätte. Häufig handelt es sich um eine Uhrzeit- und Wetteranzeige.
  • Neue Links und Ordner werden automatisch den Favoriten hinzugefügt.
  • Eine große Zahl zusätzlicher Hyperlinks wird in allen besuchten Websites angezeigt, manchmal verschiedenfarbig unterstrichen, hervorgehoben etc.
  • Eine erheblich höhere Netzwerkaktivität ist zu beobachten, selbst wenn das System eigentlich im Leerlauf sein sollte.
  • Eine signifikant beeinträchtigte Rechnerleistung, wie z.B. lange Wartezeiten beim Hochfahren, Anmelden oder generell beim Ausführen von Befehlen, tritt auf.
  • Unbekannte Dialogfelder, die nicht von Microsoft, sondern von anderen Anwendungen, die der Anwender nicht installiert hat, stammen, fordern den Anwender zu merkwürdigen Eingaben auf.
  • Neue Modem-Einwählverbindungen zu teuren Internetverbindungen werden im System angezeigt. Das Modem verbindet sich ohne Aufforderung, die Telefonrechnung hält unangenehme Überraschungen bereit.
  • Systemabstürze sowie eine eingeschränkte Funktionalität von Anwendungen und unerklärliche Fehlermeldungen häufen sich.
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