E-Book-Reader: Acer und Libri greifen Amazon an

E-Book-Reader
Acer und Libri greifen Amazon an

Amazon und sein E-Book-Reader Kindle bekommen Konkurrenz. Der Online-Buchhändler Libri.de und der Computerkonzern Acer bringen ihren eigenen Reader auf den Markt. Anders als das Kindle soll das Lesegerät über den stationären Buchhandel vertrieben werden.
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BERLIN. Der Online-Buchhändler Libri.de und der Computerkonzern Acer greifen mit einem eigenen E-Book-Reader Amazon und seinen E-Book-Reader Kindle an. Das Lumi-Read genannte Lesegerät hat einen monochromen E-Ink-Bildschirm wie der Kindle und wird über den stationären Buchhandel vertrieben.

Libri liefert als Dienstleister den E-Book-Onlineshop im Hintergrund, der Kunde jedoch sieht den personalisierten Onlineshop seines Buchhändlers. Er kann also weiter in das Buchgeschäft gehen, sich beraten lassen oder fachsimpeln und dann online kaufen. Der Händler ist dann am Umsatz beteiligt.

Der Buchhandel leidet immer stärker an der Abwanderung der Kunden zu Buchläden wie Amazon oder Apples iBook-Store auf dem iPad, da er an solchen Umsätzen nicht beteiligt ist.

Der Lumi-Read soll mit reiner WLAN-Verbindung 199 Euro kosten, mit einem 3G-Mobilfunkteil 249 Euro. Der Speicherplatz des Lumi-Read mit 6-Zoll-Bildschirm soll für rund 1 500 Bücher ausreichen, das Gewicht liegt bei gut 250 Gramm. Unterstützt werden Hörbücher im Format MP3 und die gebräuchlichsten E-Book-Formate wie PDF, ePub, TXT, HTML, MOBI, RTF, DOC und CHM. Kopiergeschützte Inhalte von Adobe werden ebenfalls unterstützt. Erhältlich sein soll das Gerät ab Mitte September.

In Deutschland steckt das E-Bookgeschäft, anders als in den USA, noch in den Kinderschuhen. Nach Erhebungen von PricewaterhouseCoopers ist das Angebot noch zu gering, nur 8 000 Bücher stehen im offenen „ePub“-Format zur Verfügung und die Bücher sind mit im Schnitt 15,50 Euro zu teuer, sind sie doch meist nur 3 Euro billiger als das gedruckte Werk. Für 2010 rechnet PwC mit einem Gesamtumsatz bei E-Books in Deutschland von 20 Millionen Dollar, für 2015 rechnen die Experten aber schon mit rund 350 Millionen Dollar.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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