E-Books Ohne das gedruckte Buch geht nichts

Die digitalen Medien waren Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse, die am Sonntag zu Ende ging. Doch am gedruckten Buch führt immer noch kein Weg vorbei. Schon im kommenden Jahr könnte das E-Book durch Amazon auch in Deutschland einen neuen Schub erhalten.
  • Thomas Maier (dpa)
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iPad auf der Frankfurter Buchmesse. Die Verlage machen vom digitalen Kanal gebrauch - allerdings führt am gedruckten Buch noch kein Weg vorbei. Quelle: DAPD

iPad auf der Frankfurter Buchmesse. Die Verlage machen vom digitalen Kanal gebrauch - allerdings führt am gedruckten Buch noch kein Weg vorbei.

dpa FRANKFURT. Digitale Lesegeräte (E-Books) sind den Büchern aus Papier und Druckerschwärze auf die Pelle gerückt wie nie zuvor. "Das elektronische Buch ist keine Phantomdiskussion mehr", bilanziert Martin Spieles, Sprecher des S. Fischer Verlags, die 62. Frankfurter Buchmesse, die am Sonntag in Frankfurt zu Ende ging.

Neben E-Book-Readern, die inzwischen auch von großen Buchhandelsketten kommen, gibt es die ebenfalls fürs Lesen geeigneten Tablet Computer wie Apples iPad. Und erstmals überhaupt haben Verlage auf der weltgrößten Bücherschau auch spezielle Anwendungen fürs digitale Lesen vorgestellt.

Es geht dabei um elektronische Bücher, die mit Extras angereichert sind. Rowohlt will zum Beispiel den Roman "Strohfeuer" von Blogger Sascha Lobo und eine Albert-Einstein-Monografie für die Leser der elektronischen Version mit Fotos und Videos anreichern ("Enriched E- Book"). Doch von einem Siegeszug ist das elektronische Buch - zumindest in Deutschland - noch weit entfernt. Der Marktanteil liegt noch unter einem Prozent. Richtig Bewegung dürfte in den Markt erst kommen, wenn nach den Erwartungen der Branchenexperten der US- Marktführer Amazon Anfang kommenden Jahres in den deutschen E-Book- Markt einsteigt.

Auf der Buchmesse blieb auch unklar, wann genau der Internetriese Google in den USA Amazon und Apple richtig Konkurrenz machen will.

Der Sprung von "Google Editions" nach Europa wäre dann vorprogrammiert. Doch der Rummel ums E-Book entspricht auch in den USA nicht unbedingt der Wirklichkeit. "Die Fantasie übersteigt derzeit das, was tatsächlich passiert", sagt Ed Nawotka, Chef des US- Branchenmagazins "Publishing Perspectives".

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