E-Sports auf der Gamescom
Das Geschäftsmodell der Spiele-Streamer

Immer mehr Menschen schauen anderen beim Zocken zu. Um Gaming-Videos ist auf Plattformen wie Youtube oder Twitch ein Milliardenmarkt entstanden. Einblicke in das Geschäftsmodell der Streamer.
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KölnEin paar Lockerungsübungen mit dem Finger, ein konzentrierter Blick zu seinem Nebenmann – dann ist Thomas Kilian live. Seine Zuschauerbegrüßung wird auf Dutzende Monitore übertragen, tausende Menschen schauen über das Internet zu. In den nächsten Stunden wird Kilian auf der Messe Gamescom in Köln Partien des PC-Spiels „Heroes of the Storm“ kommentieren, bei dem zwei Fünfer-Teams mit Fantasiehelden gegeneinander antreten.

Kilian, den in der Gaming-Szene alle nur „Khaldor“ nennen, ist professioneller Kommentator von E-Sports-Turnieren. Er wird von Turnierveranstaltern wie dem Kölner Unternehmen Electronic Sports League (ESL) zu Computerspiel-Wettbewerben in der ganzen Welt eingeladen. Vor allem aber ist Kilian auf Twitch aktiv, einer Plattform zur Liveübertragung von PC-Spielen. Dort kommentiert Kilian für seine Fangemeinde regelmäßig Turniere mit professionellen Zockern. Im Schnitt schalten bei seinen Liveübertragungen, sogenannten Streams, 3000 bis 5000 Menschen ein.

Streamer wie Kilian alias Khaldor und Plattformen wie Twitch profitieren von einem Trend: Nicht nur Computerspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Im vergangen Jahr erwirtschaftete die Branche laut Verband BUI einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro – ein Plus von 4,5 Prozent. Doch offenbar gibt es auch immer mehr Menschen, die Gamern über das Internet beim Zocken zuschauen wollen.

So überträgt etwa Twitch längst nicht nur Gaming-Turniere. Einzelne Nutzer spielen einfach ihr Lieblingsspiel, kommentieren oder bewerten es, unterhalten ihre Zuschauer dabei und bauen sich so eine Fan-Gemeinde auf. Twitch profitierte wie kein anderes Unternehmen vom Streaming-Hype: Pro Tag zählt die Plattform 9,6 Millionen Zuschauer, monatlich wird die Seite 100 Millionen Mal besucht. Das einstmals kleine Start-up aus Kalifornien wurde 2014 von Amazon übernommen – für fast eine Milliarde Dollar.

Auch die Google-Tochter Youtube investiert in den Markt und schneidet seinen Streamingdienst für Computer- und Videospieler nun auch auf Deutschland zu. Die Plattform Youtube Gaming wurde am Mittwoch offiziell auf der Gamescom gestartet. Über sie können Gamer anderen beim Spielen zuschauen oder ihre eigenen Partien ins Netz streamen. Fans sollen zudem schnell auf neue Videos zu ihren Lieblingstiteln oder von ihren Lieblings-Youtubern aufmerksam gemacht werden.

Das US-Marktforschungsinstitut Super Data schätzt die weltweiten Zuschauerzahlen für Gaming-Videos 484 Millionen. Darin sind Live-Streams auf Plattformen wie Twitch ebenso enthalten wie Aufzeichnungen, die bei Videoportalen wie Youtube hochgeladen wurden. Die Branche erzielt mit Gaming Videos laut Super Data Werbeumsätze von rund 3,8 Milliarden Euro.

„Portale wie Twitch oder Youtube ermöglichen es, professionelle oder semiprofessionelle Produktionen an den Zuschauer zu bringen“, sagt der ESL-Chef Ralf Reichert. 2009 oder 2010 sei ein Wendepunkt gewesen. Sein Unternehmen arbeitet eng mit Twitch zusammen – heute erreicht ESL als größter Anbieter von E-Sports-Veranstaltungen Millionen von Nutzern weltweit. Ein Zeichen für den Boom der Branche: Der größte Anbieter von E-Sports-Ligen zieht bald in die früheren Studios von Harald Schmidt um. Dort gibt es nicht nur ausreichend Büros, sondern auch einen großen Saal mit Bühne. Und mittlerweile können auch immer mehr Streamer von ihrem Hobby leben.

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„Ich muss ja auch noch an die Zeit denken, wenn ich 50 bin.“

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  • Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
    Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.


    HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

  • ...................Computerspielefans pilgern nach Köln
    Gamescom entführt in virtuelle Welten (n-tv).

    ......................

    Und schon bald wird es eine Entführung ohne Wiederkehr.

  • Immerhin, es ist die Vorstufe für das was der aufgeklärten und sehr kritischen Jugend bald per Chip ins Gehirn eingespeist wird.

    Das Bild festigt sich. Überall gibt es gerade Strategie-Spiele umsonst und KI , VR wird gerade aufgegriffen. Bis zur Matrix (mit Tropf, Urinabfluss und dem Vr Anzug ist es nicht mehr weit )

    na denn

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