Easy-Share 5300
Multifunktionaler Revolutionär

Sieht so ein Revolutionär aus? In seinem schlichten, silbrig-weißen Kunststoffgehäuse präsentiert sich Kodaks neuer Multifunktionsdrucker Easy-Share 5300 auf den ersten Blick als ansehnlicher, aber unspektakulärer Geselle. Doch er druckt Fotos zum Kampfpreis. Die Qualität der Bilder kann sich sehen lassen.
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DÜSSELDORF. Kodaks neuer Multifunktionsdrucker Easy-Share 5300 ist ein Kombigerät aus Scanner und integriertem Tintenstrahler mit Fotodruck-Funktion - ein Gerät wie Hunderte andere, könnte man meinen. Der Eindruck täuscht. Denn mit dem 199 Euro teuren neuen All-in-One-Drucker EasyShare 5300 sowie dem um eine Fax-Funktion erweiterten Schwestermodell 5500 (299 Euro) will der Fotoriese Kodak das etablierte Geschäftsmodell der Tintenstrahler erschüttern. Bisher verfahren die etablierten Produzenten wie Hewlett-Packard, Canon, Lexmark oder Epson nach dem Prinzip, die Drucker zu Niedrigpreisen unters Volk zu bringen - und mit dem Tintenverkauf reich zu werden. Kodak geht nun erstmals den umgekehrten Weg.

Verglichen mit ähnlich ausgestatteten Konkurrenzdruckern sind die beiden neuen Modelle etwas teurer. Dafür aber, verspricht Kodak, liefern sie Farbfotos im Format 9 mal 13 Zentimeter zum Preis von nur 10 Cent und 14 Cent im Format 10 mal 15. Das ist etwa so viel, wie professionelle Fotodienste und Online-Labors verlangen, und je nach Druckqualität zwischen 30 und 50 Prozent günstiger als bei vergleichbaren Druckern der Kodak-Konkurrenz. Kein Wunder, dass in den USA die Easy-Share-Drucker schon seit Monaten ausverkauft sind. In Deutschland startet der Verkauf am 1. Juni. Wir haben uns vorab angeschaut, was die Preisbrecher leisten.

Zunächst wurde mein Testeifer allerdings auf die Probe gestellt. Denn auf dem heimischen PC verweigerte die Software von Kodak die Zusammenarbeit mit dem Betriebssystem Windows XP. Mehrfach brach die Installation kurz vor dem Ende ab. Erst nachdem ich, den Anweisungen der Kodak-Online-Hilfe folgend, das Windows-eigene Installationsmodul erneut auf den Rechner gespielt hatte, ließ sich auch die Kodak-Software zum Start bewegen. Die Installation der Kodak-Druckertreiber unter Windows Vista hingegen funktionierte reibungslos - dauerte aber fast zehn Minuten.

Danach ging der Drucker herzerfrischend dynamisch zur Sache. Die erste A4-Seitenkopie lag in hoher Qualität schon 75 Sekunden nach dem Startbefehl im Auswurffach. Wobei Auswurf wörtlich zu nehmen ist: Erst eine vor dem Papierschacht platzierte Wasserflasche verhinderte, dass der Drucker weitere fertige Seiten durchs Zimmer segeln ließ. Farbfotos in hoher Qualität benötigten rund 60 Sekunden - egal, ob beim Ausdruck vom PC oder von der Speicherkarte der Digitalkamera, für die der EasyShare einen Multisystem-Kartenleser besitzt.

Das Druckergebnis hat mich in beiden Fällen überzeugt. Schon die Fotos auf normalem Kopierpapier gerieten farb- und kontraststark. Noch deutlich besser, frei von Streifen oder Rauschen, allenfalls einen Hauch zu farbkräftig, gerieten die Ausdrucke auf glattem oder mattem Fotopapier. Die Bilder trockneten so schnell, dass selbst ein sofortiges Bad der Fotos im Waschbecken keinen Schaden mehr anrichten konnte. Dank einer speziellen Kennzeichnung auf der Rückseite von Kodaks eigenem Papier erkennt der Drucker, um welche Qualität es sich handelt, die Einstellungen des Druckertreibers werden dann automatisch optimiert.

Wie hoch die Druckauflösung der Bilder ist, verschweigt Kodak beharrlich - was den rein technischen Vergleich der neuen Printer mit denen der Konkurrenz verhindert. Egal, die Bilder sprechen für sich - und den Drucker.

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