Effiziente Datenspeicherung erfordert mehr als viele Plattentürme
Große Datenvolumina als Herausforderung

Daten werden digital archiviert. Der Speicherbedarf wird sind in den nächsten vier Jahren vervierfachen. Eine intelligente Datenorganisation verhindert, dass die Übersicht verloren geht.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie der IDC-Marktforscher zeigt, dass der wachsende Datenhunger eine neue Organisation der Massenspeicher notwendig macht. „In den nächsten 4 Jahren wächst der Speicherbedarf in Unternehmen um Faktor vier“, erklärt Richard Villars, Vice President Storage System Research bei IDC. Dabei ist es nach seinen Erkenntnissen allerdings nicht damit getan, die Rechner einfach nur mit größeren Festplatten auszustatten.

„Die Datenhaltung wird in einem Schalenmodel erfolgen müssen“, erläutert Richard Villars seine Erkenntnisse. Dabei handelt es sich um einen Pool von Speichermedien, die sich in Kapazität, Zugriffsgeschwindigkeit und Datensicherheit unterscheiden. Je nach Aktualität und Wichtigkeit landen die Daten in den entsprechenden Medien oder Schalen. Alles, was zum tagesaktuellen Geschäft notwendig ist, ist auch im schnellst möglichen Zugriff. Schnelle Platteen oder Halbleiterspeicher bedeuten aber auch hohe Investitionssummen. Archivdaten, die nur selten gefragt sind, können deshalb in kostengünstigeren Plattenstapeln oder Bandarchiven abgelegt werden. „Das bedeutet letztendliche eine Restrukturierung der ganzen IT-Landschaft in den Unternehmen“, beschreibt Richard Villar die daraus resultierenden Anforderungen an die IT-Verantwortlichen. Als Herausforderung sieht er das intelligente Datenmanagement, das Verschieben der Datenmengen zwischen den einzelnen „Speicherschalen“.

Selbst mittlere Unternehmen halten heute schon etliche TeraByte (1000 Gigabyte) an Daten vor. Je mehr Geschäftsprozesse ausschließlich in Computern abgebildet sind, desto schneller wird der Bedarf wachsen. Da parallel dazu der Trend zur digitalen Archivierung aller Daten zunimmt, erwarten die Marktforscher, dass das Management des bald üblichen Speicherbedarfs von einigen PetaByte (1000 TeraByte) intelligent organisiert werden muss.

Große Anbieter wie EMC, IBM und Hitachi Data Systems haben das Problem erkannt und arbeiten an Lösungen. „Die Herausforderung liegt allerdings weniger in der Hardware, sondern in der Software zur Organisation der Daten, die zwischen den einzelnen Schalen verschoben werden müssen“, erklärt der Insider Villar. Mit TagmaStore hat Hitachi eine Lösung vorgestellt, die es erlaubt, auch die Hardware andere Hersteller in die Datenorganisation einzubinden. Als Indiz dafür, wie wichtig auch IBM dieses Thema nimmt, kann die gerade vollzogene Übernahme des US-Softwarespezialisten Ascential Software gesehen werden, Der Computergigant legte für Spezialisten für Datenintegrationssoftware immerhin 1,1 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Selbstverständlich werden so tief greifende Änderungen der IT-Organisation nicht von heute auf morgen umzusetzen sein. Mit der Neuinstallation von zentralen Servern und Speichereinheiten wird aber nach Ansicht des Experten eine schrittweise Umsetzung des Schalenmodels zu beobachten sein. „in drei bis vier Jahren werden wir die ersten vollständigen Implementationen dieser neuen Speichermanagementorganisation in Unternehmen umgesetzt sehen“, prognostiziert der Marktforscher Richard Villar.

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