Effizienteres Kühlsystem
IBM präsentiert Supercomputer mit Wasserkühlung

40 Prozent weniger Energie für Kühlung von Rechenzentren verspricht der "Power 575" von IBM. Die einzelnen Prozessoren des Systems sind mit einer direkten Wasserkühlung versehen sind. Neben dem Energiespareffekt soll auch die Effizienz von Kühlanlagen für große Rechenzentren steigen.
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BERLIN. IBMs Kühlkonzept erinnert stark an die auch bei Desktop-PCs verwendeten Lösungen: Auf den Heatspreadern der Power6-Prozessoren sitzen von Wasser durchspülte Kühlkörper aus Kupfer. Von dort wird das Wasser auch über Chipsatz und Speicherbänke geführt - und schließlich aus dem Rack.

Jeder der Rechner-Einschübe ist an eine zentrale Wasserleitung des Racks angeschlossen, die zu den Wärmetauschern des gesamten Rechenzentrums führen kann. IBM plant für die Zukunft aber auch, das Warmwasser für Heizungen zu verwenden, per Fernwärme auch für Privathaushalte. Schon heute werden die Bürogebäude von Rechenzentren gelegentlich per Supercomputer-Wärme beheizt, etwa im Leibniz Rechenzentrum in Garching bei München.

Bisher wird bei den meisten Supercomputer-Anlagen aber die Wärme aus dem Rechner zunächst per Luft befördert, die warme Luft dann über eine Klimaanlage gekühlt. Neu ist bei IBMs Ansatz die direkte Kopplung der Rechnerabwärme an Wasser. Eines der Ziele ist nicht nur die zuverlässige Kühlung der Power6-Prozessoren, die mit bis zu 5 GHz getaktet werden können - die Energieeinsparung ist IBM ebenso wichtig.

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