Effizienz als Kaufgrund
Der Wettlauf um den Stromspar-PC beginnt

Der Energieverbrauch von Computern und Rechenzentren wird vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels zu einer kritischen Größe: Nach einer Studie von Intel sind sich die Firmen ihrer Verantwortung in diesem Bereich allerdings noch nicht voll bewusst. Immerhin haben nun die PC-Hersteller das Thema Energieeffizienz als Verkaufsargument für sich entdeckt.

DÜSSELDORF. 80 Prozent aller befragten Unternehmen haben noch nie ihren Energieverbrauch überprüft, nur 29 Prozent investieren in energieeffiziente PCs - und das, obwohl die Branche mit stark steigenden Energiekosten rechnet und sehr wohl um ihren Beitrag zur Erderwärmung weiß.

Immerhin haben die PC-Hersteller das Thema Energieeffizienz als Verkaufsargument für sich entdeckt und bieten Geräte mit geringem Stromverbrauch an. Acer (Halle 25, Stand D40) zeigt auf der Cebit beispielsweise die neuen Desktop-PCs AcerPower 1 000 (ab 549 Euro) und AcerPower 2000 (ab 579 Euro), die neben einem besonders kleinen Gehäuse auch einen geringen Stromverbrauch bieten. Erreicht wird dies durch ein Powermanagement wie man es aus dem Notebook-Bereich kennt. Angenehmer Nebeneffekt ist ein niedriger Geräuschpegel.

Auch Intel (Halle 21, Stand B45), Weltmarktführer bei den Prozessoren für Desktopcomputer und Notebooks, arbeitet an effizienteren Produkten: "Robson" heißt ein neues System, das Daten von der Festplatte zwischenspeichert und so die Akkulaufzeit von Notebooks verlängern soll, weil seltener auf die besonders Strom fressende Harddisk zugegriffen werden muss. Bei Desktop-Computern setzt sich der Trend zu Prozessoren mit mehreren Schaltzentralen fort, die parallel Daten verarbeiten - "mehr Kerne statt mehr Gigahertz" lautet hier die Devise. Nachdem sich Systeme mit zwei Prozessorkernen etabliert haben, stellt Intel mit dem "Core 2 Quad" einen Chip mit vier Kernen vor, der auch für normale Anwender bezahlbar sein soll. Zudem arbeitet Intel an der weiteren Verkleinerung der elektronischen Chip-Strukturen: Im nächsten Schritt sollen Bausteine auf den Markt kommen, deren kleinste Bestandteile nur 45 Nanometer groß sind.

Um Größe geht es auch bei den Ultra Mobile PCs (UMPC): Auf der Cebit 2006 wurde diese Initiative von Intel und Microsoft gestartet - das Ziel ist die Entwicklung tragbarer Computer, die kleiner als Notebooks sind und trotzdem zahlreiche Funktionen wie Multimedia-Anwendungen und E-Mail-Zugriff bieten. Den nach eigenen Angaben weltweit leichtesten Vertreter seiner Art will Samsung (Halle 26, Stand E60) auf der Cebit vorstellen. Der Q1b hat ein sieben Zoll großes Display und soll dank eines Strom sparenden Prozessors des taiwanesischen Chip-Spezialisten Via bis zu fünf Stunden Akkulaufzeit ermöglichen. Ebenfalls mit einem Via-Chip ist der U60 von Gigabyte (Halle 21, Stand C34) ausgestattet.

Asus (Halle 2, Stand A12) zeigt auf der Messe das neue Notebook W5Fe, das erstmals ein zusätzliches Display auf der Außenseite des Deckels hat - dieses Feature kannte man bisher nur bei Klapphandys. Das kleine Display ist 2,8 Zoll groß und hat eine Auflösung von 320 mal 240 Punkten. Mit seiner Hilfe soll der Nutzer auf Daten zugreifen können, auch wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Die Informationen werden in einem ein Gigabyte großen Flashspeicher abgelegt, der beim Hochfahren des Computers automatisch mit dem Hauptsystem synchronisiert wird.

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