Ein kleiner Fuchs attackiert Microsoft
Websurfer setzen stärker auf Open-Source-Browser

Wenn Felix Bracher in seinem Büro ins Internet geht, dann leuchtet seit einem halben Jahr ein kleiner, orangefarbener Fuchs auf seinem Bildschirm. Bracher ist einer der Geschäftsführer des Finanzmaklers Myconsult GmbH & Co. KG in Düsseldorf. Und der kleine Fuchs auf seinem Computer ist das Logo des Browsers Firefox 1.0. Mit dem Programm holt Bracher die neuesten Angebote von privaten Krankenkassen ein oder aktualisiert Daten über Investmentfonds.

Die Surf-Software basiert auf einem Quellcode, der weltweit von Programmierern erstellt und verbessert wurde - ein so genanntes Open-Source-Produkt, das von der US-amerikanischen Organisation Mozilla Foundation kostenlos verteilt wird. "Das Programm funktioniert problemlos und lässt sich wesentlich einfacher handhaben als andere Browser", lobt Bracher.

Der Vermögensexperte Bracher ist einer von zahlreichen Internetsurfern, die in letzter Zeit auf einen Open-Source-Browser umgestiegen sind. "Wir registrieren einen verhaltenen, aber deutlich spürbaren Anstieg bei der Nutzung dieser Produkte", berichtet Andreas Rinner, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Pass IT-Consulting in Aschaffenburg. So ist der Firefox-Browser erst seit November 2004 erhältlich - und wurde seitdem schon über 25 Millionen Mal von Internet-Surfern herunter geladen.

Die Folge: Der Marktanteil des dominanten Internet-Explorers von Microsoft schrumpft. Der Anteil liegt nach Schätzungen des IT-Experten Rinner noch bei rund 90 Prozent - aber mit fallender Tendenz. Firefox nutzen immerhin schon fünf Prozent aller Surfer. "Und der Anteil nimmt momentan deutlich zu", sagt Rinner. Mozilla, ein weiterer Open-Source-Browser, kommt auf einen Anteil von zwei bis drei Prozent, den Browser Opera des Anbieters Opera Software aus Oslo nutzen ein bis zwei Prozent aller Surfer. Schlusslicht unter den gängigen Browsern bildet inzwischen der Netscape Navigator, der bei weniger als einem Prozent aller Nutzer installiert ist. Der ehemals schärfste Konkurrent von Microsofts Explorer hat durch Probleme bei Stabilität und Kompatibilität seinen guten Ruf verspielt.

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