Eindrücke vom Galaxy S4: Lebensbegleiter im Plastikgewand

Eindrücke vom Galaxy S4
Lebensbegleiter im Plastikgewand

Die Erwartungen waren hoch: Was kann das Galaxy S4? Erste Tests nach der Enthüllung des Smartphones zeigen, dass Samsung nicht nur die Hardware aufgerüstet hat, sondern auch mit neuen Software-Funktionen punkten will.
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DüsseldorfDie technischen Daten kursierten schon vorher, die neuen Software-Funktionen noch nicht: Samsung hat sein neues Top-Smartphone Galaxy S4 vorgestellt. In ersten Schnelltests kommt das Gerät gut weg – für Begeisterungsstürme sorgt es allerdings nicht. Ein Überblick.

Das Fachmagazin Connect lobt die „kontraststarke und brilliante Darstellung des AMOLED-Displays“ mit seiner Bildverbesserungsfunktion sowie die „verzögerungsfreie und intuitive Bedienung“. „Einzige echte Angriffsfläche“ sei das Plastikgehäuse. Das sei zwar eine „ganze Ecke hochwertiger“ als beim Vorgänger, im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie dem Sony Experia Z oder dem HTC One schneide das S4 hier aber schlecht ab.

Das S4 spreche die gleiche Designsprache wie sein Vorgänger, treibe aber die technische Ausstattung an die Grenzen des Machbaren, schreibt das Technikblog Cnet. Das gelte für den größeren Bildschirm, die höhere Auflösung, den ergiebigeren Akku und den schnelleren Prozessor. Ein „Killer-Feature“ hat der Autor beim ersten Test aber nicht entdeckt.

Die Hardware rücke ohnehin in den Hintergrund, betont das Portal AndroidPit. Der durchaus leistungsfähige Prozessor sei mit keinem Wort erwähnt worden, stattdessen habe Samsung die Software betont, die den Alltag erleichtern soll, und das Gerät gar als „life companion“ bezeichnet, also als Lebensbegleiter. „Was das Samsung Galaxy S4 so einzigartig macht, ist die schiere Anzahl der Zusatzfunktionen“, meint Autor Andreas Seeger.

Als Betriebssystem ist die derzeit aktuelle Android-Version 4.2.2 (Jelly Bean) installiert. Darüber legt der Hersteller seine eigene Oberfläche Touch Wiz und fügt etliche Zusatzfunktionen hinzu.

So rüstet Samsung die Kamera auf. Der Fotograf kann sein Konterfei in ein Bild montieren – die Zweitkamera macht es möglich. Das Technikmagazin „Wired“ findet den Effekt aber „in einem negativen Sinn kitschig“. Und es macht sich darüber lustig, dass Nutzer ein Bild jetzt mit einen Sound versehen können: „Wäre es nicht besser, einfach ein Video zu drehen?“ Besser kommt die Löschfunktion weg, die bewegliche Objekte wie durchlaufende Passanten aus einem Foto herausschneidet. Fazit: Die S4-Kamera habe herausragende Funktionen, aber auch Features, die aus einem Brainstorming-Meeting zu stammen scheinen.

Das Gerät soll sich auch ohne Berührung bedienen lassen. Schwebt der Finger beispielsweise über einer E-Mail, erscheint eine Vorschau-Box. Und mit Wischgesten vor der Kamera blättert der Nutzer durch Fotos oder startet eine App – „Air Gesture“ nennt Samsung dieses Feature. Das funktioniere prima, sei aber nicht mehr als ein Gimmick, meint Matthias Kremp von Spiegel Online. Auch mit der Augensteuerung „Smart Scroll“ kommt er schnell zurecht. „Ganz zuverlässig funktioniert das im Kurztest aber nicht. Immer mal wieder passiert nichts, wenn ich die Funktion ausprobieren will. Offenbar ist das Handy irritiert, weil mir Beobachter über die Schulter schauen.“

Die Dolmetscher-App S Translater muss allerdings noch beweisen, dass sie ihr Handwerk versteht. Sie soll Sätze in acht Sprachen übertragen können, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch und Chinesisch. „Beim ersten Test klappt das mittelmäßig“, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Den englischen Satz „I am in New York right now“ habe die Spracherkennung als „I am ugly all right now“ interpretiert. „Da kann dann auch die deutsche Übersetzung nicht besser werden.“ Vielleicht habe das auch an den Hintergrundgeräuschen gelegen, meint Autor Andreas Menn.

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  • Dann bricht für die Hersteller natürlich eine Welt zusammen.

  • Es ist doch manchmal erhebend zu sehen dass Maerkte trotz des politischen Dirigismus manchmal doch noch funktionieren!
    Das gibt Hoffnung. Die Existenzberechtigung des Moechtegern Lieferanten von Smartphones hat sein letztes Spiel gespielt und wird sich zurueckziehen muessen auf die Wurzeln und die sind excellent! Also absolut nichts gegen deren Computertechnologie und die zugehoerige Betriebssystem software, aber auf dem iPhone markt waren sie nur ein gewitter, das jetzt vorbei ist und die Preise auf ein natuerliches Mass bringen werden!
    Diese Vollpfosten, die sich jedes Quartal ein neues Handy zulegen und darueber schimpfen, dass Samsung viel (hochwertiges)Plastik verwendet werden insgeheim aufatmen, fuer einen Egoverstaerker zukuenftig nicht m ehr so viel Geld fuer wenig innovbation ausgeben zu muessen. Damit wird sich die Abwaertsspirale sehr schnell beschleunigen fuer iPhone, das ja nun wirklich KEINER braucht!

  • Sumsung will Apple sein, aber es ist nicht Apple. samsung will kein Android sein, doch es ist ein Android: http://mac-harry.blogspot.de/2013/03/samsung-will-apple-sein.html

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