Elektronik
Markt für Unterhaltungselektronik soll zweistellig wachsen

Flachbild-Fernseher waren in Deutschland wie erwartet ein Verkaufsschlager zur Fußball-WM. Im ersten Halbjahr seien 130 Prozent mehr LCD- und 80 Prozent mehr Plasma-TV-Geräte verkauft worden.

dpa BERLIN. Flachbild-Fernseher waren in Deutschland wie erwartet ein Verkaufsschlager zur Fußball-WM. Im ersten Halbjahr seien 130 Prozent mehr LCD- und 80 Prozent mehr Plasma-TV-Geräte verkauft worden.

Das sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu, am Donnerstag knapp einen Monat vor Beginn der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Der Markt der klassischen Unterhaltungselektronik soll in diesem Jahr um rund elf Prozent auf knapp 14 Mrd. Euro wachsen. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei neun Prozent.

„Der gesamte Umsatz mit TV-Geräten war im ersten Halbjahr um circa 30 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2005“, sagte Kamp. Die neue Flachbild-Technik bringe inzwischen 45 Prozent der Stückzahl und 80 Prozent des Umsatzes mit Fernsehgeräten.

Der Generationswechsel von analoger zur digitalen Technik halte an und beschere der Branche insgesamt gute Geschäfte, sagte Kamp. Zahlen für 2006 zur gesamten Branche inklusive Telekommunikation und IT für den privaten Gebrauch will die gfu am 30. August vor Beginn der IFA (1. bis 6. September) mitteilen. 2005 konnte der Umsatz um 7,6 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro erhöht werden. Kamp geht davon aus, dass das Wachstum für die Unterhaltungselektronik auch im Jahr 2007 anhält. Denn über 70 Prozent der verkauften TV-Geräte seien Ersatzbeschaffung.

Das Geschäft mit der klassischen Bildröhre sei weiter rückläufig. Im vergangenen Jahren lag der Fernsehgeräte-Umsatz bei 3,5 Mrd. Euro. Es gebe weiterhin den Trend zu Großgeräten. In diesem Jahr sollen mehr LCD- und Plasmageräte als Röhrenfernseher verkauft werden. Im Mai seien fast 80 Prozent des LCD-Geräteumsatzes mit Bildschirmdiagonalen von 80 Zentimeter und größer erzielt worden und 25 Prozent mit über 90 Zentimeter. Kamp geht davon aus, dass die Branche von der angekündigten Erhöhung der Mehrwertsteuer 2007 durch vorgezogene Käufe zusätzlich profitieren wird.

Die IFA, die bisher alle zwei Jahre stattfand, wird seit 2006 jedes Jahr veranstaltet. „Es ist die besondere Dynamik der Branche, die den konsequenten Ausbau und Weiterentwicklung des bewährten einzigartigen IFA-Konzepts erforderlich gemacht hat“, erläuterte Kamp. Die IFA 2006 soll internationaler, unterhaltsamer und noch spezieller auf die Fachbesucher ausgerichtet werden. Bei der IFA im Herbst 2005 kamen über 100 000 Fachbesucher in die Hallen unter dem Funkturm.

Auf der IFA 2006 werde hochauflösenden Fernsehen (Hdtv) als marktreife Medienplattform präsentiert. Es gebe ein rasch wachsendes Angebot an Programmen und Endgeräten, berichtet Kamp. Die Hersteller würden vielfältig serienreife Empfänger zeigen. Thema werde neben dem Heimkino auch mobiles Fernsehen und mobiler Musikempfang sei. Der hohe Stellenwert der Mobilität spiegele sich auch im Segment Navigationsgeräte wieder.

Nach Angaben der Messe Berlin werden bei der ersten jährlichen IFA die Marktführer der Consumer Electronics vertreten sein. Mehrere Firmen hätten ihre Messestände vergrößert. Nach Angaben von Messegeschäftsführer Christian Göke werden über 1 000 Aussteller dabei sein. Im Vorjahr waren es 1 200 Aussteller aus 40 Ländern.

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