Elektronik
Sony geht es dank LCD-Fernsehern besser

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) zwar weniger verdient als im Jahr zuvor, aber dank LCD-Fernsehern doch mehr als erwartet.

dpa TOKIO. Der japanische Elektronikkonzern Sony hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) zwar weniger verdient als im Jahr zuvor, aber dank LCD-Fernsehern doch mehr als erwartet.

Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, ging der Nettogewinn um gut ein Viertel auf 123,6 Mrd. Yen (915 Mill. Euro) zurück. Zuvor waren lediglich 70 Mrd. Yen erwartet worden, was jedoch dank einer Erholung des Kernbereiches Elektronik übertroffen werden konnte. Wegen der andauernden starken Nachfrage nach der Spielekonsole Playstation konnte Sony den Umsatz im Spielegeschäft zudem kräftig um 31,4 Prozent auf 958,6 Mrd. Yen erhöhen.

„Wir haben begonnen, klare Anzeichen einer Erholung im Elektroniksektor zu sehen“, sagte Vize-Präsident Nobuyuki Oneda. Aber bis zu einer vollständigen Erholung des Kernbereichs habe Sony noch die Hälfte des Weges vor sich. Der Umsatz im Elektronikbereich stieg vor allem dank hoher Nachfrage nach Sonys Flachbild-Fernsehern der Marke Bravia in Europa und den USA um 1,7 Prozent auf rund 5,1 Billionen Yen. Im Spielegeschäft plant Sony von seiner Playstation 3, die Anfang November weltweit zeitgleich auf den Markt kommen soll, in diesem Geschäftsjahr sechs Mill. Geräte zu verkaufen.

Sony hatte den Start der Konsole der nächsten Generation um ein halbes Jahr verschieben müssen. Der Hauptrivale Microsoft erhält damit ein komplettes Jahr Vorsprung mit seiner Xbox 360. Vor allem Abstimmungsprobleme im Konsortium für das neue Medienformat Blu-ray und die Definition von Software-Standards hatten Sony zu der Verschiebung genötigt. Für die tragbare Version der Playstation rechnet Sony mit einem Absatzrückgang auf zwölf nach 14 Mill. Geräten. Der operative Gewinn der Unternehmensgruppe wuchs im Berichtsjahr deutlich um 67,9 Prozent auf rund 191,3 Mrd. Yen bei einem Umsatzzuwachs von 4,4 Prozent auf rund 7,5 Billionen Yen.

Sony habe mit Hilfe des Sanierungsplans unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Howard Stringer, der im vergangenen Juni als erster Ausländer das Ruder bei Sony übernommen hatte, 38 Mrd. Yen im vergangenen Geschäftsjahr an Kosten eingespart, hieß es. Das Ziel einer Reduzierung der weltweiten Belegschaft um 10 000 oder sieben Prozent werde bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wahrscheinlich erreicht. Sony erwartet zugleich eine weitere Verbesserung der Ergebnisse. So dürfte der Nettoertrag auf 130 Mrd. Yen und der Umsatz auf 8,2 Billionen Yen steigen.

Zusätzlich zu einem stärkeren Wachstum im Elektronik- sowie im Spielegeschäft erwartet Sony auch Steigerungen im Filmbereich dank Einnahmen aus anstehenden Streifen wie „The Da Vinci Code“ und dem James Bond-Film „Casino Royale“. Auf die Frage, ob Sony eine 50-Prozent-Beteiligung von Bertelsmann an der weltweit zweitgrößten Plattenfirma Sony BMG kaufen werde, wollte das Unternehmen keine Antwort geben. Die „Financial Times“ hatte unlängst berichtet, dass Bertelsmann angeblich Investmentbanker mit Vorbereitungen für den Verkauf seiner Musiksparte beauftragt hat. Diese umfasst eine 50-Prozent Beteiligung an dem 2004 fusionierten Unternehmen Sony BMG.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%