Elektronik: Unterhaltungselektronik: 2007 weniger Wachstum

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Unterhaltungselektronik: 2007 weniger Wachstum

Die Unterhaltungselektronik erwartet 2007 ein deutlich schwächeres Geschäft als im vergangenen Jahr, in dem die Fußball-WM zweistellige Zuwachsraten brachte. Die Branche verkaufte im vergangenen Jahr auch erstmals mehr 100 Millionen DVDs.

dpa BERLIN/HAMBURG. Die Unterhaltungselektronik erwartet 2007 ein deutlich schwächeres Geschäft als im vergangenen Jahr, in dem die Fußball-WM zweistellige Zuwachsraten brachte. Die Branche verkaufte im vergangenen Jahr auch erstmals mehr als 100 Mill. Dvds.

Der Vorsitzende des Fachverbandes Consumer Electronics im Zvei, Hans-Joachim Kamp, sagte am Donnerstag in Berlin, dass zwar eine weiterhin hohe Nachfrage nach Flachbild-Fernsehern, mobilen Navigationsgeräten und anderen Produkten erwartet, der Umsatz aber nach zehn Prozent plus im Vorjahr nur noch um rund vier Prozent zulegen werde. Für die Gesamtbranche werde ein Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 22,7 Mrd. Euro erwartet. 2006 legte der Umsatz um 4,5 Prozent auf 22,4 Mrd. Euro zu.

Die Unterhaltungselektronik habe daran einen Anteil von 60 Prozent. Wegen der höheren Mehrwertsteuer und fehlender sportlicher Großereignisse werde das Geschäft 2007 erst im zweiten Halbjahr anziehen, meinte Kamp.

Im vergangenen Jahr wurden mit 100,7 Mill. verkauften Dvds erstmals die 100-Millionen-Marke überschritten (2005: 98,7 Mio), teilte der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) in Hamburg mit. Der Umsatz aus dem Verkauf der Bildtonträger sei mit 1,31 Mrd. Euro um vier Prozent gesunken, was auch an der preisaggressiven Vermarktung von Top-Titeln liege. Die erfolgreichsten Dvds waren „Harry Potter und der Feuerkelch“, „Ice Age zwei - Jetzt taut's“ und „Fluch der Karibik II“. Der Durchschnittspreis einer Disc sank von 13,39 Euro auf 12,86 Euro.

Die Videotheken hatten unter der Fußball-WM und dem heißen Sommer zu leiden. Ihr Umsatz lag mit 284 Mill. Euro um elf Prozent unter dem Vorjahr; mit 112 Mill. Vermietungen wurde ein historischer Tiefststand erreicht. Die drei beliebtesten Titel des Verleihhandels waren „Mr. and Mrs. Smith“, „Flightplan“ und „Die Insel“. Der Gesamtumsatz der Home-Entertainment-Branche aus Verkauf und Verleih lag mit 1,59 Mrd. Euro fast doppelt so hoch wie das Einspielergebnis der Kinos von 814 Mill. Euro.

Mehr als 80 Prozent des Umsatzes mit Fernsehgeräten wurden mit LCD- und Plasmageräten erzielt. (2005: 58 Prozent). Erstmals wurden mehr Flachbildschirme als Röhrengeräte (2,7 Millionen) verkauft. Der Durchschnittspreis der verkauften Fernsehgeräte sei um 25 Prozent auf 767 Euro gestiegen. Der Kauf der häufig größeren TV-Geräte stimulierte den schwächelnden Hifi-Markt, denn für perfektes Heimkino muss auch der Ton stimmen. Nach einem Minus von 11,5 Prozent 2005 ging der Hifi- Umsatz im Vorjahr nur noch um 3,2 Prozent auf 772 Mill. Euro zurück. Die Zahl verkaufter DVD-Geräte stieg um 28 Prozent auf 740 000 Stück. Videorecorder spielten nur noch eine marginale Rolle.

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