Elektronikkonzern
Sharp setzt auf Wachstumsmarkt Europa

Sharp will sich in Europa auf seine drei Kernmärkte LCD-Fernseher, Solarsysteme und Lösungen zur Dokumentenbearbeitung konzentrieren. Der japanische Elektronikkonzern sieht Europa als seinen wichtigsten Wachstumsmarkt.

dpa HANNOVER. Bereits heute sei Europa mit einem Umsatz von 3,21 Mrd. Euro und einem Wachstum von 20 Prozent der größte Auslandsmarkt für das Unternehmen, sagte Europa-Chef Hans Kleis am Mittwoch auf der Cebit in Hannover. "In wenigen Tagen wird Sharp das laufende Geschäftsjahr als achtes Rekordjahr in Folge abschließen und wir sind stolz, das Ziel in Europa bereits jetzt schon zu 90 Prozent erreicht zu haben."

Allein in Deutschland seien 2006 mehr als 2,56 Mill. Flachbildfernseher verkauft worden, sagte Deutschland-Chef Frank Bolten. Der Markt für Flüssigkristall-Bildschirme (LCD) hat dabei nach Erhebungen des Konsumforschers GfK um 113 Prozent zugelegt gegenüber 50 Prozent Zuwachs bei entsprechenden Plasma-Fernsehern. Für das laufende Jahr erwartet der LCD-Erfinder Sharp eine Steigerung auf insgesamt 3,4 Mill. verkauften LCD-Fernseher.

Auf der Cebit in Hannover präsentiert Sharp den weltweit größten LCD-Fernseher mit einer Diagonale von 108 Zoll (2,74 Meter). Der Fernseher sei aus einem einzigen Mutterglas gefertigt, sagte Bolten. Eine technologische Vorreiterrolle will das japanische Unternehmen auch künftig einnehmen. Nach Angaben von Kleis investiert der LCD- Erfinder insgesamt 6,5 Prozent seines Nettoumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Mit seiner zweiten Panel-Fabrik der achten Generation in Kameyama habe Sharp den Produktionsausstoß bereits verdoppeln können, sagte Deutschland-Chef Frank Bolten. "Wir sind seit Februar dieses Jahres erstmals in der Lage, die große Nachfrage zu bedienen." Die Produktion der LCD-Panels erfolge in der modernen Fertigungsanlage zudem deutlich effizienter. Noch vor kurzem habe es bei der Herstellung eines 52 Zoll-Displays rund 40 Prozent Abfall gegeben, in der Fertigung der achten Generation sei dieser inzwischen auf unter zehn Prozent gesunken.

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