Elektronikkonzern
Sony setzt auf flache TV-Geräte und PS3

Der japanische Elektronikkonzern Sony will mit Flachbildschirmen, einer neuen digitalen Spiegelreflexkamera und der Spielekonsole Playstation drei wieder Schwung in sein Geschäft bringen.

dpa BERLIN. Der Präsident von Sony Europe, Fujio Nishida, sagte am Dienstag in Berlin, das Unternehmen habe sich zwar sehr spät zur Herstellung von Flachbild-Fernsehgeräten entschieden. Wenige Monate nach der Markteinführung der Marke Bravia im September 2005 sei Sony bei LCD-Fernsehern aber bereits die weltweite Nummer eins.

Im Sommer bringt Sony die digitale Spiegelreflexkamera Alpha heraus. Dabei werde das bisherige Konica-Minolta-Bajonett verwendet, so dass 16 Millionen Kunden weltweit die Objektive ihrer Analogkamera weiterbenutzen könnten.

Für November ist die Markteinführung der Playstation drei angekündigt. Darin integriert ist ein Laufwerk, das Blu-ray-Discs, Nachfolger der DVD, abspielen kann. Die Blu-ray-Technik steht in Konkurrenz zur HD DVD. Beide Systeme bieten mehr Speicherplatz.

Bei einem Umsatzwachstum von 4,4 Prozent war der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) um gut ein Viertel auf 123,6 Mrd. Yen (915 Mill. Euro) geschrumpft. In Deutschland hat Sony in den vergangenen Jahren Verluste geschrieben, 2005/06 sollen es laut Presseberichten 30 bis 40 Mill. Euro gewesen sein.

Der Chef der Sony Deutschland Gmbh, Manfred Gerdes, wollte am Dienstag keine Zahl nennen. Er sagte lediglich, der operative Verlust sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 70 Prozent verringert worden. Für das Geschäftsjahr 2006/07 (31. März) strebe die deutsche Sony-Tochter "mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis" an. Der Umsatz solle um zehn Prozent auf etwa 800 Mill. Euro wachsen.

Die neue Deutschland-Zentrale in Berlin nimmt am 17. Juli ihre Arbeit auf. Der Umzug von rund 300 Mitarbeitern vom bisherigen Standort Köln in die Hauptstadt soll in drei Etappen geschehen und bis April 200 abgeschlossen sein, sagte Gerdes. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in Deutschland 450 Mitarbeiter. Rund 170 Stellen wurden im vergangenen Jahr abgebaut.

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