Elektronikmesse CES: 3D-Drucker für jeden Bastelkeller

Elektronikmesse CES
3D-Drucker für jeden Bastelkeller

Aus der Fabrikhalle in den Bastelkeller: Die Elektronikbranche will den 3D-Druck zu einer Technologie für die Massen machen. Auf der CES zeigen die Hersteller erschwingliche Hardware, einfache Software – und Zuckerwerk.
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Las VegasKochbegeistere Menschen leben ihre Kreativität in der Küche aus. Für sie gibt es jetzt ein neues Werkzeug, um Gäste mit ausgefallenem Nachtisch zu beeindrucken: Auf der Elektronikmesse CES zeigt die Firma 3D-Systems einen 3D-Drucker, der aus Zucker und Schokoladenpulver arabeske Süßigkeiten macht. Schicht für Schicht werden Pralinen oder Tortenschmuck aufeinander geschmolzen. Allerdings kaufen vermutlich nur die Küchenprofis den Chefjet: Die günstigste Version kostet 5000 Dollar.

Dennoch stehen die Süßigkeiten für einen Trend: Die Hersteller von 3D-Druckern wollen mit der Produktionstechnik, die bislang nur in Entwicklungslabors und Designbüros zum Einsatz kommt, neue Märkte erschließen. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas zeigen zwei Dutzend Unternehmen, wie sie künftig auch Bastler und Tüftler erreichen wollen: mit erschwinglichen Geräten, hilfreicher Software und Nachhilfekursen für Lehrer. Bis sie einen Massenmarkt erreichen, dürften aber noch Jahre vergehen.

Spätestens seit US-Präsident Barack Obama den 3D-Druck als revolutionär bezeichnete, ist die Produktionstechnologie ein Smalltalk-Thema. Das macht sich auch an der Börse bemerkbar: Firmen wie 3D-Systems und Stratasys, die Geräte für die Industrie herstellen, legten 2013 kräftig zu. Viele Erwartungen an die Technologie sind indes utopisch, für Privatnutzer eignen sich 3D-Drucker bislang kaum. Eine ganze Reihe von Start-ups will das ändern.

Der wohl bekannteste Anbieter ist Makerbot: Das Start-up aus New York feuert mit seinem Replicator die Fantasie der Menschen an – der Name erinnert an eine Maschine vom Raumschiff Enterprise, mit der Captain Picard im Handumdrehen einen Earl-Grey-Tee machen lässt – und die Tasse gleich dazu. Davon ist die Firma zwar noch Lichtjahre entfernt, doch auf der CES zeigt sie, dass Nutzer inzwischen ohne großes Vorwissen 3D-Objekte erstellen können.

So gibt es einen Scanner, der kleine Objekte mit Kameras und Laserstrahlen erfasst und aus der realen Vorlage digitale Modelle erstellt. Mit einer neuen Software können Hobby-Konstrukteure selbst aktiv werden; binnen Minuten hat man damit beispielsweise ein Armkettchen gestaltet. Und mit einem neuen Einsteigermodell für rund 1400 Dollar sinkt der Hardware-Preis auf erträgliche Höhen. Andere Hersteller zeigten gar Modelle für weniger als 1000 Dollar.

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3D-Drucker für jeden Bastelkeller

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Preise und Funktionen werden attraktiver

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  • Ohoh, da sehe ich schon Klagen ohne Ende kommen.
    Mal gucken wer was ausdrucken "darf".

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