Elektronikmesse CES
Kurven für die Kauflust

Die TV-Hersteller haben ein Problem: Fernseher sind derzeit kaum gefragt, über 3D redet keiner mehr. Auf der Elektronikmesse CES schließen sich die Hersteller deshalb mit Webgiganten wie Amazon und Google zusammen.
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Las VegasDer grimmige Blick der beiden bulligen Bodyguards reicht schon aus, um den nötigen Abstand sicherzustellen. Anschauen, ja. Aber anfassen darf man den riesigen Fernseher auf dem Stand von LG nicht.

Er ist auf der Elektronikmesse CES das Vorzeigestück des südkoreanischen Riesen: Er misst 105 Zoll in der Diagonale und ist damit so breit wie ein Garagentor; er hat Ultra-HD-Auflösung, die vier Mal so viele Details zeigt wie heutige HD-Geräte; und er hat einen gekrümmten Bildschirm, der den Zuschauer mehr ins Geschehen auf der Mattscheibe ziehen soll.

Kurven für die Kauflust - solche Innovationen sind dringend nötig: Der TV-Markt ist zwei Jahren in Folge geschrumpft, in diesem Jahr legt der Absatz nach einer Prognose des Marktforschers NPD um ein mageres Prozent auf 229 Millionen Geräte zu. In den meisten Wohnzimmern stehen schon Flachbildfernseher, so dass die wenigsten Zuschauer etwas vermissen.

Hightech soll da einen Kaufanreiz bieten. „Neue Technologien haben eine große Zugkraft“, sagte Hans Wienands, Deutschland-Chef von Samsung Electronics im  Gespräch mit Handelsblatt Online. Die Käufer seien bereit, für Fernseher mit extrem hoher Auflösung im Ultra-HD-Format und gebogenem Display einen Aufpreis von 20 Prozent zu zahlen.

Im vergangenen Jahr setzte die Branche erstmals auf die extrascharfen Bilder im Ultra-HD-Format für den Hausgebrauch, dieses Jahr wird die Massenproduktion anlaufen. Weil die Preise rapide sinken, sind etliche Modelle inzwischen schon ab etwa 1000 Euro zu haben. Samsung und Sony wollen je als mehr 20 Modelle auf den Markt werfen, aber noch gibt es ein Problem. Es fehlt an passenden Inhalten und Übertragungsmöglichkeiten.

Hier schlägt auch die Stunde der Internetgiganten, die hoffen, klassischen TV-Kabelanbietern Kunden und später auch Werbemilliarden wegzuschnappen. Handelsriese Amazon wird den Abonnenten seines Videodienstes Amazon Prime Time Ultra-HD-Videos anbieten, wurde am Montag verkündet. Darunter Werke von Warner Bros, Lionsgate, 20th Century Fox oder Discovery.

LG versprach in Las Vegas, dass Zuschauer einige Sendungen des Videodienstes Netflix in Ultra-HD ansehen können, darunter die zweite Staffel hochgelobte Serie „House of Cards“. Netflix-Chef Reed Hastings, Gast auf jeder großen Präsentation in Las Vegas: „Das Internet ist der geborene Übertragungskanal für 4k.“

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Smart-TVs sind noch zu kompliziert

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  • Kommentare, die nur vor "Ich" strotzen sind irrelevant.

  • 1) Solange es noch billigen Kredit - gerne auch Subprime - für die Masse gibt.
    2) Solange der Staat "Brot und Spiele" noch finanzieren kann
    Mein persönlicher Alptraum: "DSDS" oder "Richter Alexander Hold" in 3D auf einem Monsterbildschirm.
    Mein persönlicher Traum: "Spiel mir das Lied vom Tod" auf einer Monsterleinwand und mit schönen breiten schwarzen Balken unten und oben. Dafür gehe ich dann aber in ein Open-Air-Kino... ;-)

  • Wie länge wird es diese Industrie der sinnlosen Überproduktion unbenötigter Dinge wohl noch geben?

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