Elektronikschrottverordnung
Altgeräterücknahme entlastet Kommunen

Hersteller von Haushalts- und Elektronikgeräten sind ab 2006 verpflichtet, alte Geräte zurückzunehmen. Das könnte die Kommunen mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag entlasten.

HB BERLIN. "Wir gehen davon aus, dass die Kommunen jährlich 300 bis 500 Mill. ? einsparen können", sagt Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender der Elektroaltgeräte-Projektgesellschaft, auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Das im März 2005 von der Politik verabschiedete Gesetz zum "Elektronikschrott" verpflichte die Industrie, alte Geräte, Medizintechnik sowie Lampen und Lichtröhren kostenlos zurückzunehmen.

Die ab 24. März 2006 verbindliche "Elektronikschrottverordnung" ist laut Kamp auch ein Anreiz für die Industrie, umweltverträgliche Materialien für die Geräte stärker zu verwenden, um den Anteil der Wiederverwertung zu erhöhen. Auch würden durch das Gesetz Aktivitäten dubioser Anbieter im Internet, die vor allem mit Lockangeboten agieren, eingeschränkt. Auch für sie gelten dann uneingeschränkt die gesetzliche Anforderungen beim Verkauf.

Erstes wichtiges Datum ist der 23. November. Dann endet die Registrierung der Hersteller für die Elektronikschrottverordnung. Mit diesem Tag muss auch die Garantie der Industrie zur Geräterücknahme stehen. Für Abwicklung, Koordination und auch Registrierung ist die von der Industrie gegründete Elektroaltgeräte-Projektgesellschaft zuständig.

"Am 23. November 2005 muss jeder Hersteller die Produkte, die in Deutschland auf den Markt kommen, bei der Gesellschaft angemeldet haben", sagte Kamp. Auch müsse nachgewiesen werden, dass die Geräte im Falle einer Insolvenz des "In-Verkehr-Bringers" auch entsorgt werden können. Am 24. März 2006 tritt das Gesetz dann in Kraft. Die Anlaufkosten für das Entsorgungssystem der Industrie betragen etwa sechs Mill. ?.

Es werde über 2000 kommunale Sammelstellen für Elektronikschrott und Haushaltsgeräte geben. Bei den Entsorgungsstellen stehen nach Produktgruppen unterteilte Behälter. "Heute müssen die Kommunen allein dafür sorgen, dass die Ware vom Recyclinghof abgeholt und umweltgerecht entsorgt wird." Ab März 2006 kommt die Industrie für die Entsorgungskosten allein auf. Kommunen könnten dann ihre Kosten für die Entsorgung aus der Kalkulation für die Müllabfuhr nehmen. Die Industrie rechnet mit jährlich bis zu 1,5 Mill. Tonnen Schrott.

Seite 1:

Altgeräterücknahme entlastet Kommunen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%