Elektronische Reisepässe
Ab Dienstag gibt's den "epass"

Wer einen Reisepass beantragt, muss von Dienstag an tiefer in die Tasche greifen. Zum 1. November führt Deutschland als erster EU-Mitgliedstaat elektronische Reisepässe mit biometrischen Daten ein.

dpa BERLIN. Diese sollen für mehr Sicherheit sorgen, werden für den Bürger aber deutlich teurer als die bisherigen Pässe. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kostet die Ausstellung eines Reisepasses statt der bisherigen 26 künftig 59 Euro. Antragsteller unter 26 Jahren müssen zwar nur 37,50 Euro zahlen - dafür ist der Reisepass statt der üblichen zehn Jahre dann aber nur fünf Jahre lang gültig.

Wer einen Reisepass beantragt, bekommt künftig automatisch den neuen „epass“. Im Passdeckel ist ein Chip integriert, auf dem zunächst ein digitales Foto des Passinhabers gespeichert wird. Von März 2007 an wird es durch zwei Fingerabdrücke ergänzt.

Besitzer alter Reisepässe können diese erst einmal weiterhin benutzen. Erst wenn ihre Gültigkeit abgelaufen ist - das kann bis zum Jahr 2015 dauern - müssen sie durch den epass ersetzt werden. Auch neue Pässe, auf denen zwar ein digitales Foto, aber noch keine Fingerabdrücke gespeichert sind, bleiben zehn Jahre lang gültig.

Beim Preis der neuen Reisepässe dürfte vielen Bürgern das Lächeln vergehen - aber lächeln ist künftig ohnehin verboten. Für das Passfoto sind nämlich ein neutraler Gesichtsausdruck und ein geschlossener Mund vorgeschrieben. Zudem wird man nicht mehr - wie bisher - im Halbprofil, sondern frontal fotografiert. Diese strengen Regeln sind für die Sicherheitsbehörden wichtig: Die computergestützte Gesichtserkennung könnte anderenfalls beeinträchtigt werden.

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