Elektronische Signatur mit biometrischen Merkmalen
Signatur per Unterschrift

Üblicherweise werden Dokumente signiert, in dem man eine Smartcard in den Kartenleser einführt und dann seinen PIN-Code eingibt.

hiz DÜSSELDORF. Ein alternatives Verfahren, das auf biometrischen Verfahren beruht, ist SignDoc des Böblinger Softwarehauses Softpro. Bei der Software dient eine Unterschrift, die auf einem Tablet-PC oder einem anderen berührungsempfindlichen Schirm geleistet wird, als Signatur. Dazu wird auf dem Rechner ein so genannter Signaturvektor hinterlegt. Es handelt sich hierbei um einen verschlüsselten Datensatz aus statischen und dynamischen Merkmalen der eigenhändigen Unterschrift. Diese Daten werden dann in ein Dokument gemäß den Vorgaben des Signaturgesetzes rechtswirksam eingebunden. So kann die Authentizität und Integrität von Dokumenten in den Formaten Micorsoft Word, Microsoft Infopath und PDF gesichert werden.

Das Verfahren verschlüsselt die Merkmale des Bildes und der biometrischen Signale unmittelbar nach Unterzeichnung. Gleichzeitig wird dem Dokument ein eindeutiger Hash-Code, eine Art Quersumme, zugewiesen. Sollte die Datei zu einem späteren Zeitpunkt unberechtigt verändert wird, ist der Hash-Code nicht mehr gültig und der Empfänger weiß, dass er es mit einer Fälschung zu tun hat. Unter den biometrischen Merkmalen weist die Unterschrift eine Sonderstellung auf. Sie ist ein aktives Merkmal, während Fingerabdruck oder Iris nur passive Merkmale darstellen. Eine Unterschrift dokumentiert eine Willenserklärung und kann nicht ohne das Einverständnis ihres rechtmäßigen Inhabers abgegeben werden - ganz im Gegensatz zu Passwörtern und Geheimzahlen, die durchaus auch mal ausgespäht und anschließend missbraucht werden können. Schriftexperten halten die Unterschrift nach wie vor für eines der besten biometrischen Merkmale. Auch geübte Fälscher können eine Unterschrift nicht so nachahmen, dass sie von Spezialisten nicht vom Original zu unterscheiden sind. Hinzu kommt, dass man PIN-Codes vergessen kann, Unterschriften nicht.

Ergänzend hierzu können Besitzer eines Tablet-PCs SignSecure benutzen, um sich mittels eigenhändiger Unterschrift auf den PC oder in das Netzwerk einzuloggen. Im Rahmen einer Pressekonferenz zeichnete Microsoft dieses Verfahren als Gewinner seiner "Tablet-PC-Challenge" aus.

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