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Linux: Das eingepflanzte Betriebssystem

Linux ist mehr als ein Projekt. Für Elektronik-Firmen ist Open Source eine echte Alternative.

HB FRANKFURT. Wer immer noch glaubt, Linux sei der heere Wunsch eines finnischen Studenten dem Giganten Microsoft eine auszuwischen, der sollte mal einen Blick in sein Handy werfen. Dank so genannter „embedded“ – also, eingebetteter Lösungen, steuert Linux mittlerweile nicht nur Mobiltelefone, sondern auch Fernseher, Uhren oder Elektronikbauteile im Auto.

„Linux bietet wesentliche Vorteile beim Einsatz als Embedded-System“, erklärt Paul Salzaar, Marketing-Direktor des Linux-Anbieters Red Hat. „Linux ist äußerst flexibel und anpassbar. Da es sich um eine Open Source Software handelt, sind sehr weitreichende Modifikationen möglich und erlaubt.“ Weil Linux modular aufgebaut ist, können für einen bestimmten Einsatz nicht notwendige Funktionen entfernt werden. So verzichten Geräte ohne Display einfach auf Grafiktreiber. „Die Systeme belegen weniger Speicherplatz und bleiben lauffähig.“

Ob Navigationssystem, Roboter oder PDA – Linux ermöglicht eine einheitliche Plattform, so dass Applikationen nicht für jeden Einsatz gesondert entwickelt werden müssen. Sogar eine Portierung auf Systeme, die bisher von Microsoft besetzt waren, ist möglich.

So ist die von Bill Gates als Spielkonsole verkaufte Xbox nichts anderes als ein IBM-PC. Dem Xbox-Linux-Projekt der TU Chemnitz ist es daher gelungen, ein Linux-System auf die Konsole aufzuspielen und sie als Desktop-Computer, Server, oder Multimedia-Maschine einzusetzen.

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