Engagement im Wachstumsmarkt
Interactive kauft Suchmaschine Ask Jeeves

Der US-Medienanbieter IAC kauft für fast zwei Milliarden Dollar Ask Jeeves. Die Suchmaschine konnte ihren Marktanteil binnen eines Jahres verdoppeln. IAC will groß ins Geschäft mit Suchmaschinen-Werbung einsteigen - das bedeutet noch mehr Konkurrenz für Google.

HB NEW YORK. Der Medienanbieter Interactive Corp. (IAC), New York, teilte am Montag mit, 28,24 Dollar pro Aktie von Ask Jeeves zahlen zu wollen - das bedeutet einen Bonus von 16,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Der Preis läge damit bei 1,85 Mrd. Dollar. Zu IAC gehören unter anderem ein Teleshopping-Sender und Expedia.com und das Städteportal Citysearch.

Durch die Neuerwerbung wird IAC zum Konkurrenten von Yahoo, Goole und Microsoft im Markt für Werbung, die in Suchmaschinen erscheint. IAC-Chef Barry Diller will die Besucherzahlen von Ask Jeeves in die Höhe treiben, indem er von eigenen populären Internetseiten auf die Suchmaschine verweist. "Wir haben das Potential, eine der ganz starken Internet-Marken zu werden", sagte Diller. In Zukunft werde IAC Werbeeinblendungen auch für mobile Geräte anbieten.

Analystin Laury Martin von Soleil Securities in Paradena, Kalifornien, bewertet den Zukauf als positiv: "Suchmaschinenwerbung hat zurzeit von allen Segmenten der Werbung die schnellsten Wachstumsraten." Barry Dillers Erfahrungen mit werbefinanzierten Angeboten könnten ihm beim Einstieg ins Suchmaschinengeschäft nützlich sein. Der amerikanische Markt für Werbung in Suchfenstern wird sich bis 2010 auf 12,6 Mrd. Dollar verdreifachen, prohezeit das Marktforschungsunternehmen Piper Jaffray aus Minneapolis.

Google-Werbung bei Ask Jeeves

Die Suchmaschine Ask Jeeves mit Sitz in Oakland (Kalifornien) hatte im Dezember zwar nur einen Anteil von 5,3 Prozent an Suchdienstleistungen im Internet, sagt der Marktbeobachter Comscore. Der Marktanteil wachse jedoch zurzeit sehr schnell. Er habe sich seit dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Ask Jeeves versucht, sich mit neuen Produkten gegen Google und Yahoo zu behaupten, beispielsweise mit einem Werkzeug zur Suche auf der eigenen Festplatte.

Der Chef von Ask Jeeves, Steve Berkowitz, sagte im Februar, dass er 70 Prozent der Einnahmen des Unternehmens mit Werbung erzielt, die über Google verkauft wird. Der Vertrag mit Google läuft noch bis 2007. Ask Jeeves ging im Juni 1999 an die Börse. Die Suchmaschine wollte sich von der Konkurrenz absetzen, indem sie, Antworten auf in Klartext ausformulierte Fragen geben wollte. Die traditionelle Suche nach Stichworten erwies sich jedoch als zumindest ebenso wichtig und sinnvoll. Seit dem 2. März arbeitet Ask Jeeves mit der Suchinfrastruktur von Lycos.

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