Entwicklerkonferenz WWDC
Mit „Leopard“ auf virtuelle Zeitreise

Apple Computer wird sein neues Betriebssystem Mac OS X „Leopard“ im Frühling 2007 auf den Markt bringen. Zum Auftakt der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs am Montag eine Vorversion der neuen Systemsoftware, die unter anderem ein neuartiges Programm zur Sicherung von Daten enthält.

HB SAN FRANCISCO. Mit der Software „Time Machine“ können Anwender Daten ihres Computers, die versehentlich gelöscht oder überschrieben wurden, wie bei einer virtuellen Zeitreise wieder herstellen.

Jobs überschüttete in seiner Rede den weltgrößten Softwarekonzern Microsoft mit spöttischen Bemerkungen. Während Apple in den vergangenen fünf Jahren fünf neue Versionen von Mac OS X auf den Markt gebracht habe, sei Microsoft mit dem neuen Windows-System Vista immer noch nicht fertig. „Unsere Freunde im Norden (in Redmond im US-Bundesstaat Washington) geben (jährlich) fünf Mrd. Dollar für Forschung und Entwicklung aus. Und trotzdem scheinen sie nur Google und Apple zu kopieren. Ich glaube, das beweist, dass Geld nicht alles ist“

Microsoft hatte die Vorstellung seines neuen Betriebssystems Windows Vista mehrfach verschoben und will nun Ende 2006 mit einer Version für Unternehmen auf den Markt gehen. Die Version für private Endanwender soll erst Anfang 2007 erscheinen.

Apple gab zugleich bekannt, dass der Umstieg auf Chips von Intel innerhalb von acht Monaten abgeschlossen sei. Nach Notebooks und Macintosh-Rechnern mit Intel-Prozessoren stellte Jobs nun auch Server und Workstation-Produkte, die mit Intel-Prozessoren laufen, vor. Die vor allem für den professionellen Einsatz genutzten G5-Rechner der Power-Mac-Serie werden künftig unter dem Namen Mac Pro mit Intels „Xeon“-Chips bestückt und doppelt so schnell sein wie ihre Vorgänger, sagte Jobs. Die ersten Mac Pro Desktop-Rechner sollen ab sofort verfügbar sein und für 2 499 Dollar angeboten werden. Auch die Server-Produktlinie Xserve wird auf Xeon umgestellt.

Damit ist der im vergangenen Juni angekündigte Wechsel auf Intel-Chips komplett. Anfang Januar hatte das Unternehmen nach jahrelanger Kooperation mit IBM erstmals Macintosh-Rechner mit Prozessoren des kalifornischen Halbleiterherstellers auf den Markt gebracht.

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