Entwicklungsinstitut
Telekom lässt in Israel forschen

Die Deutsche Telekom will mit der Forschungs- und Technologiekompetenz Israels ihre Netze sicherer machen. Gemeinsam mit der Ben Gurion Universität in Beer Sheva (Wüste Negev) gründet das Unternehmen ein Forschungs- und Entwicklungsinstitut.

dpa TEL AVIV/BEER SHEVA. Für die Telekom „als den führenden Netzbetreiber in Europa hat das Thema Sicherheit in den Netzen oberste Priorität“, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke bei der Unterzeichnung des Vertrages am Montag in Beer Sheva. Es ist das erste Forschungslabor des Konzerns im Ausland.

In den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation gilt die Ben Gurion Universität als eine der weltweit führenden Hochschulen und Israel als ein begehrter Standort für Unternehmen aus dem Informations- und Telekom-Sektor. In dem Land wurden unter anderem die Grundlagen für die heutige Internettelefonie entwickelt. Im Mobilfunk hat Israel eine Abdeckung von 100 Prozent, 95 der Haushalte verfügen über einen Festnetz- und 68 Prozent über einen Breitbandanschluss.

Bis 2008 will die Telekom nach weiteren Angaben von Ricke in das Forschungsvorhaben mit der Hochschule rund zehn Mill. Euro investieren. Von der Ben Gurion Universität kommen Wissenschaftler, Infrastruktur und weitere sechs Mill. Euro.

Durch die stark anwendungsorientierte israelische Forschung erhofft sich die Telekom exzellente Ergebnisse und eine schnelle Umsetzung in wirtschaftliche Produkte. Erste Ergebnisse sollen in einem Jahr vorliegen. „Die Sicherheit von Netzen wird künftig eine Schlüsselfrage in der Telekommunikationsindustrie sein“, betonte Ricke. Die Kunden des Unternehmens sollten sich keine Gedanken mehr machen müssen über komplizierte Softwarelösungen zur Datensicherung.

Neben der Sicherheit gehört zu den Schwerpunkten des neuen T-Labors, das eine universitäre Außenstelle der Telekom Laboratories an der TU Berlin sein wird, unter anderem auch die Entwicklung einfacher Nutzungen von komplexen Telekommunikationslösungen und Geräten. Als Beispiel hierfür nannte Ricke die Umsetzung von Spracherkennung.

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