EOS 400D löst 350D ab
Canon verpasst digitaler Einsteiger-Spiegelreflex Staubschutz

Die EOS 350D, das digitale Spiegelreflex-Einsteigermodell von Canon, hat ausgedient. Ihr folgt pünktlich zur Photokina die 400D mit 10,1 statt 8 Mill. Pixeln. Es gibt einige Verbesserungen zum Vorgänger, jedoch auch ein Manko.

HB/der TOKIO. Das Modell solle im September in die Regale kommen, teilte das japanische Unternehmen in der vergangenen Woche mit. Geplant sei, 180 000 Stück pro Monat herzustellen. Damit dürfte die 400D wie schon die beiden Vorgänger 300d und zuletzt 350d die meistverkaufte digitale Spiegelreflex-Kameras am Markt werden.

Canon hielt nach Angaben des Instituts IDC 2005 einen weltweiten Marktanteil bei digitalen Spiegelreflex-Kameras von 53 Prozent, gefolgt von Erzrivalen Nikon mit 28 Prozent. Mit dem Unterhaltungselektronik-Konzern Sony ist allerdings ein neuer Spieler angetreten, das lukrative Segment aufzumischen. Sony hat das Spiegelreflex-System von Minolta übernommen.

Anti-Staub-System

Mit der 400D hat Canon jedoch gute Argumente am Verkaufsthresen. Viel bemerkenswerter als die gewachsene Zahl der Pixel ist dabei die Anti-Staub-Funktion. Das hatten sich etliche Nutzer gewünscht, denn nichts ist ärgerlicher als ein schönes Foto mit schwarzen Pünktchen. Und die kommen ganz automatisch: Staub dringt zum Beispiel beim Objektivwechsel ins Gehäuse ein und lagert sich auf dem Chip ab. An diese Stellen kommt dann kein Licht mehr.

Das so genannte EOS-Integrated-Cleaning-System schüttelt Staub nicht nur wie bei anderen Herstellern ab - in diesem Fall durch Ultraschall. Canon setzt in der Kamera zudem Materialien ein, die weder Dreck entstehen lassen noch ihn anziehen: So haben die Japaner den Gehäusedeckel derart gestaltet, dass kaum noch Abrieb beim Aufsetzen ensteht; ein Filter vor dem Sensor ist antistatisch ausgerüstet.

Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger sind des weiteren ein größeres Display auf der Rückseite sowie ein verbesserter Autofokus. Kritisch sehen Experten dagegen die gesteigerte Pixelzahl bei gleicher Sensorfläche. Denn je mehr Pixel sich dort drängen, desto mehr rauscht das Bild. Es wird "grisseliger". Die Kamera kann solche Störungen zum Teil herausrechnen. Doch da die 400D den gleichen Signalprozessor eingebaut hat wie der Vorgänger, steht dafür keine zusätzliche Rechenleistung zur Verfügung. Genauen Aufschluss über die Bildqualität werden jedoch erst Testfotos geben.

Folgende Sets werden ab September in den Handel kommen:

  • EOS 400D - Gehäuse solo für 799 Euro UVP
  • EOS 400D mit EF-S 18-55 für 899 Euro UVP
  • EOS 400D mit EF-S 17-85 IS für 1 199 Euro
  • EOS 400D mit EF-S 18-55 und EF 55-200 für 1 499 Euro
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