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Ericsson steigert Ergebnis im ersten Quartal deutlich

Der schwedische Mobilfunk-Ausrüster Ericsson ist mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Das Vorsteuerergebnis schoss im ersten Quartal um 81,1 Prozent auf 6,7 Mrd. Kronen (730 Mill. Euro) hoch, wie der weltgrößte Lieferant von Mobilfunknetzen am Freitag berichtete.

dpa STOCKHOLM. Der schwedische Mobilfunk-Ausrüster Ericsson ist mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Das Vorsteuerergebnis schoss im ersten Quartal um 81,1 Prozent auf 6,7 Mrd. Kronen (730 Mill. Euro) hoch, wie der weltgrößte Lieferant von Mobilfunknetzen am Freitag berichtete.

Beim Überschuss gab es ein Plus von 73 Prozent auf 4,6 Mrd. Kronen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 31,5 Mrd. Kronen. Konzernchef Carl-Henric Svanberg sagte in Stockholm: „Dieses Wachstum hat uns selbst überrascht.“

Die Ericsson-Aktien stiegen in Stockholm nach Bekanntgabe der Quartalsbilanz um 4,3 Prozent auf 21,70 Kronen. Am Vortag hatten auch Nokia-Kurse deutlich angezogen, nachdem der finnische Handy- Marktführer ebenfalls eine überraschend positive Zwischenbilanz nach dem Jahresauftakt vorgelegt hatte.

Während Nokia einen Rückgang der Marktanteile von 34 auf 32 bei Handys melden musste, konnte Svanberg einen Zuwachs bei Ericssons ähnlich klarer Führung auf dem Markt für Mobilfunk-Infrastruktur melden. Man habe um zwei bis drei Prozentpunkte zugelegt, sagte der Schwede und bezifferte die eigenen Marktanteile auf 30 Prozent insgesamt und 35 Prozent bei den nach wie vor dominierenden GSM- Netzen.

Ericsson rechne auch für den weiteren Jahresverlauf mit einem Wachstum über dem Branchendurchschnitt von drei bis fünf Prozent. Vor allem in China, aber auch in Nordamerika würden im zweiten Quartal Investitionen in neue Handynetze „Fahrt aufnehmen“, erklärte Svanberg. In Westeuropa dagegen werde das Plus von 26 Prozent aus den ersten drei Monaten nicht wieder erreicht werden.

Ericsson hatte nach mehreren Jahren mit Mrd.-Verlusten die Fertigung von Handys in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sony ausgelagert und sich ganz auf Handynetze konzentriert. Die Beschäftigtenzahl reduzierte der größte schwedische Industriekonzern dabei von über 100 000 auf derzeit etwa 60 000. Der Handy-Hersteller Sony Ericsson, der den beiden Unternehmen je zur Hälfte gehört, meldete für das erste Quartal vor einer Woche einen Gewinneinbruch von 82 auf 32 Mill. Euro.

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