Ermittlungsbehörden untersuchen Ursachen und Folgen
Fall "Sasser" schwieriger als erwartet

Computerwürmer sind anscheinend auch für die Staatsanwaltschaft eine Herausforderung. Die Ermittlungen gegen den Programmierer des „Sasser“-Wurms gestalten sich jedenfalls schwieriger als erwartet.

hiz DÜSSELDORF. Die Staatsanwaltschaft Verden ist immer noch mit der Auswertung des sichergestellten Datenmaterials beschäftigt, dass bei dem Entwickler des Computerschädlings „Sasser“ sichergestellt wurde.

„Sasser“ wurde von einem 18-jährigen aus Waffensen in die Welt gesetzt, der durch internationale Zusammenarbeit von den deutschen Ermittlungsbehörden gefasst wurde. Er war nach seiner Verhaftung geständig. Das Virus hatte weltweit Millionen Computer infiziert und zum Absturz von Rechnern geführt. Betroffen waren unter anderem die US- Fluggesellschaft Delta Airlines und die Europäische Kommission.

Die Überprüfung des sichergestellten Beweismaterials ist nach Angaben der Behörden noch nicht abgeschlossen, da es sich um einen technisch komplizierten Sachverhalt handelt, der nur von Spezialisten ausgewertet werden kann. Zudem untersuchten die Staatsanwaltschaft beispielhaft in drei Unternehmen, welchen Schaden „Sasser“ dort angerichtet hat. Die Ermittler hoffen, dass in etwa acht Wochen Anklage erhoben werden kann. Weiterhin wird auch gegen fünf Freunde des 18-Jährigen ermittelt, die an der Verbreitung des Computer-Wurms „Netsky“ beteiligt gewesen sein sollen. Dieser soll ebenfalls von dem 18- Jährigen entwickelt worden sein.

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