Erpressungstrojaner
Cyber-Attacke auf Kliniken und Telefónica

Eine weltweite Welle von Cyberattacken hat am Freitag mehrere britische Krankenhäuser lahmgelegt und auch den Telekomkonzern Telefónica erwischt. Die Hacker wollten mit Trojanern Lösegeld erpressen.
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Eine weltweite Welle von Cyber-Attacken hat am Freitag mehrere Krankenhäuser in Großbritannien lahmgelegt und auch den Telekom-Konzern Telefónica in Spanien getroffen. Die Computer wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die sie verschlüsseln und Lösegeld verlangen. Informationen aus Spanien deuteten darauf hin, dass dabei eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, die ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckt worden war, aber vor einigen Monaten von unbekannten Hackern öffentlich gemacht wurde.

Es sei eindeutig eine weltweite Attacke mit Meldungen über befallene Computer aus diversen europäischen Ländern, Russland und auch Asien, sagte Helge Husemann von der IT-Sicherheitsfirma Malwarebytes der Deutschen Presse-Agentur. Es sehe zugleich danach aus, dass Einrichtungen wie Krankenhäuser und andere Infrastruktur gezielt attackiert worden seien. Zehntausende Computer dürften betroffen sein.

In Großbritannien waren Krankenhäuser unter anderem in London, Blackpool, Hertfordshire und Derbyshire lahmgelegt, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Insgesamt gehe es um 16 NHS-Einrichtungen. Computer seien zum Teil vorsorglich heruntergefahren worden, um Schäden zu vermeiden. Patienten wurden gebeten, nur in dringenden Fällen in Notaufnahmen zu kommen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die britische Patientenvereinigung (Patients Association) kritisierte, der NHS habe Lektionen aus früheren Cyber-Attacken nicht gelernt. Verantwortlich für den Angriff seien Kriminelle, aber der NHS habe nicht genug getan, um seine zentralisierten IT-Systeme zu schützen. Im vergangenen Jahr waren unter anderem zwei Krankenhäuser in Deutschland von Erpressungstrojanern erwischt worden.

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Mitarbeiter erhielten Lösegeldforderungen

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