Erstes eigenes UMTS-Modell
Siemens stellt fünf neue Handys vor

Siemens stellt auf der Computer-Messe Cebit fünf neue Handys vor - darunter mit großer Verspätung gegenüber anderen Herstellern sein erstes eigenes UMTS-Gerät. Damit will der Handy-Hersteller weltweit verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

HB HANNOVER. Das neue UMTS-Mobiltelefon SXG75 soll im dritten Quartal auf den Markt kommen und ohne Vertragsbindung zwischen 500 und 700 Euro kosten, sagte Jörn Watzke, bei Siemens verantwortlich für Multimediahandys. Ein weiteres UMTS-Mobiltelefon solle im Laufe des Jahres auf den Markt gebracht werden, sagte eine Siemens-Sprecherin in Hannover. Mit seinen ersten UMTS-Modellen peilt Siemens einen Absatz im siebenstelligen Bereich an, wie der bei Siemens für Multimedia-Handys verantwortliche Jörn Watzke sagte. Dies gelte für die Lebensdauer der Modelle, die "definitiv kleiner als ein Jahr" sei. Eine genauere Absatzzahl wollte er aber nicht nennen. Mit insgesamt 15 neuen Modellen im laufenden Jahr will die verlustreiche Handysparte, die ein Sorgenkind des Münchener Technologie- und Industriekonzerns ist, Marktanteile zurückerobern.

Der Chef der Siemens-Kommunikationssparte Com, Lothar Pauly, hatte am Vortag eingestanden, dass Siemens seine Modelle regelmäßig zu spät auf den Markt gebracht habe. Pauly kündigte für den krisengeschüttelten Bereich, für den sich Siemens die Option eines Verkaufs oder einer Schließung offen hält, weitere Einsparungen von bis zu einer Milliarde Euro an. Watzke betonte, von den Einsparungen seien die Marketingbudgets für die von ihm verantworteten Produkte nicht betroffen.

Zu dem jüngst an LG Electronics abgegebenen vierten Platz unter den weltweit tätigen Handyherstellern sagte die Siemens-Com-Sprecherin: "Wir haben natürlich vor, das wieder aufzuholen." Bis März habe Siemens bereits acht Handymodelle vorgestellt. Drei Einsteigermodelle seien vor der Cebit präsentiert worden. Damit folgen bis Jahresende noch sieben weitere neue Mobiltelefone. Analysten haben Siemens in der Vergangenheit vorgeworfen, Handytrends wie integrierte Kameras anfangs verschlafen zu haben. Am Vortag hatte Siemens-Com-Chef Lothar Pauly gesagt: "Immer wieder haben späte Markteinführungen unsere Marktposition beschädigt."

"Im Laufe des Jahres werden wir ein zweites UMTS-Handy vorstellen, das etwas günstiger sein wird als das nun vorgestellte SGX75", sagte die Sprecherin. Der Preis für das UMTS-Mobiltelefon SGX75 werde voraussichtlich im oberen dreistelligen Euro-Bereich liegen. Es unterstütze den Datenübertragungsstandard Bluetooth und habe eine Digitalkamera sowie eine zweite Kamera für Videotelefonie, ein Radio und einen MP3-Player. Siemens hatte bisher lediglich UMTS-Mobiltelefone von Motorola unter eigenem Namen verkauft.

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