Erwartungen heruntergeschraubt
Sony BMG gibt sich bei „Dual Disc“ bescheiden

Der Musikkonzern Sony BMG rechnet für sein geplantes Kombi-Medium Dual Disc mit vergleichsweise bescheidenen Verkaufszahlen in Deutschland.

dpa HAMBURG. Bis zum Ende des laufenden Jahres möchte das Unternehmen nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ hier zu Lande zwischen 180 000 und 200 000 Stück der Dual Disc verkaufen.

Anfang April hatte Maarten Steinkamp, Europachef von Sony BMG, der Dual Disc noch eine große Zukunft prophezeit. „Es kann durchaus sein, dass es in zwei oder drei Jahren keine CDs mehr gibt“, prognostizierte Steinkamp anlässlich des offiziellen Starts von Sony BMG. Die Dual Disc, eine Kombination aus Musik-CD und DVD auf einer Scheibe, soll in Europa nach bisherigen Planungen bis zum Jahresende in vier Schüben in den Handel kommen. Ende August will das Unternehmen die Dual Disc auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentieren.

Die Dual Disc ist seit Januar bereits in den USA erhältlich. Nach Angaben von Bloomberg hat Sony in den ersten drei Monaten dort insgesamt eine halbe Million Stück verkauft. Die Dual Disc lässt sich auf herkömmlichen CD- und DVD-Playern abspielen und bietet für einen Aufpreis von rund 2,50 Dollar gegenüber normalen CDs zusätzlich zur Musik bis zu 30 Minuten Video-Material. Angesichts des steigenden Marktes für digitale Musik zum Herunterladen aus dem Internet soll sie für gekaufte CDs einen Mehrwert bieten und zudem schwerer zu kopieren sein.

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