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EU-Kommission billigt Oracle-Angebot für Peoplesoft

Für den US-Softwarekonzern Oracle gibt es beim Übernahmeversuch des Konkurrenten Peoplesoft nun keinen Widerstand der Wettbewerbshüter in Europa und den USA mehr. Die EU-Kommission billigte am Dienstag das feindliche Angebot von Oracle.

dpa STRAßBURG/BRÜSSEL. Für den US-Softwarekonzern Oracle gibt es beim Übernahmeversuch des Konkurrenten Peoplesoft nun keinen Widerstand der Wettbewerbshüter in Europa und den USA mehr. Die EU-Kommission billigte am Dienstag das feindliche Angebot von Oracle.

Der freie Wettbewerb werde nicht behindert, entschied die Kommission in Straßburg nach einer mehrmonatigen Wettbewerbsprüfung. Peoplesoft lehnt das milliardenschwere Übernahmeangebote als unzureichend ab. Zuvor hatte die zuständige US-Behörde das Geschäft akzeptiert.

Die Kommission habe keine Belege dafür gefunden, dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb beeinträchtigen werde, hieß es. Große Unternehmen könnten beim Kauf zwischen verschiedenen Anbietern wie beispielsweise der deutschen SAP AG wählen. Der Markt für Unternehmenssoftware, die komplexe betriebliche Abläufe billiger und effektiver machen soll, sei ein Weltmarkt. Konzerne könnten auch nach einer Fusion auf kleinere Anbieter zurückgreifen, die nachweislich immer wieder Ausschreibungen gewonnen hätten.

Oracle, neben SAP weltweit einer der stärksten Anbieter, hatte im Juni 2003 für Peoplesoft geboten. Neben der Kommission prüfte auch das US-Justizministerium mögliche Wettbewerbsprobleme. Oracle unterbreitete mehrere Angebote, die Peoplesoft alle als unzureichend zurückgewies. Das zur Zeit vorliegende lautet auf 7,7 Mrd. Dollar oder 21 Dollar je Aktie.

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