Europäische Unternehmen vernachlässigen Schutz vor Internet-Gefahren
IT-Sicherheit vernachlässigt

Eine Studie zeigt, das europäische Unternehmen die Bedrohungen aus dem Internet immer noch auf die leichte Schulter nehmen, obwohl die Verantwortlichen die Gefahren kennen.

hiz DÜSSELDORF. Das Ergebnis einer Befragung von 500 IT-Managern in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und den Niederlanden zeigt, dass sich nur jedes dritte Unternehmen ausreichend vor Attacken aus dem Internet schützt. Der aktuellen "Stress of Security"-Untersuchung des Sicherheits-Spezialisten Websense zufolge wiegen sich Europäische Unternehmen zu Unrecht in Sicherheit vor Bedrohungen aus dem Internet.

Fast alle europäischen IT-Manager (91 Prozent) glauben, ihre IT-Schutzmaßnahmen wären effektiv. Bei näherer Betrachtung sind tatsächlich aber nur 30 Prozent der Unternehmen sicher vor Internet-Gefahren wie Phishing-Attacken, Spyware, Hacking-Tools und riskante Peer-to-Peer (P2P)-Anwendungen.

Alarmierend finden es die Experten, dass 62 Prozent der Unternehmen über keinen adäquaten Schutz gegen Phishing-Attacken verfügen. Ähnlich sieht es bei der Abwehr von Hackerangriffen aus, denn 60 Prozent haben keine Lösung dagegen. Darüber hinaus erkennen 56 Prozent nicht, ob P2P-Applikationen, also der direkte Kontakt zwischen zwei am Internet angeschlossnen Rechnern, auf ihrem Netzwerk laufen. Über ein Drittel der befragten, 35 Prozent, sind machtlos gegen Spyware, die das Netzwerk infiziert und vertrauliche Unternehmensinformationen ausspionieren könnte.

Schlimmer ist es noch mit den Arbeitsmitteln für Mitarbeiter im Außendienst. Die Notebooks sind nach den Erkenntnissen das größte Risiko für Unternehmensnetze. Die Gefahr entsteht immer dann, wenn die mobilen Rechner nach Dienstreisen wieder ans Hausnetz angeschlossen werden. In der Zeit, in der sie außerhalb des Firmennetzes mit den statisch installierten Sicherheitsmaßnahmen betrieben werden, ist die Gefahr einer Verseuchung wesentlich höher. Die Gefahr erkennen zwar 71 Prozent der befragten IT-Manager, aber nur 21 Prozent der Firmen treffen diesbezüglich Vorsichtsmaßnahmen.

Die riskante Sicherheitslage in der Unternehmens-IT geht nicht spurlos an den Verantwortlichen vorbei. Jeder fünfte IT-Manager empfindet die Aufgabe, sein Unternehmen gegen Internet-Attacken zu wappnen, stressiger als einen neuen Job, einen Umzug, eine Heirat oder eine Scheidung. Zudem befürchten 72 Prozent der IT-Manager, sie würden ihren Job verlieren, sollten sich Sicherheitslücken in der IT offenbaren.

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