Europäischem Zentrum für Digitale Bibliotheken
Wissen - digital und nutzerfreundlich

Damit das Wissen aus der Vergangenheit breit gestreut werden kann, sind digitale Archive nötig. Im Rahmen eines Forschungsprojektes sollen die Verfahren dazu weiterentwickelt werden.

hiz DÜSSELDORF. Damit das Wissen der Vergangenheit einem möglichst breiten Kreis zugängig machen zu können, sind digitale Archive unumgänglich. Eine mittelalterliche Handschrift auf spröden Papier ist zu fragil, um sie herum zu reichen. Die digitale Kopie kann aber von allen Interessenten gleichzeitig ausgewertet werden. Damit bilden digitale Archive, als universale Sammlung von Wissen für zukünftige Generationen, eine bedeutende Komponente für die globale Wissens-Infrastruktur im 21. Jahrhundert.

Eine wichtige Rolle nimmt hierbei die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen ein, deren Ziel es ist, die Nutzung von verteilten und vernetzten Informationen aller Art verbessern. Als Sprungbrett für Forschung im europäischen Rahmen dient das Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen, das auf dem Gebiet der Analyse und Verwaltung von multimedialen Dokumenten bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte.

In einem Projekt, das nach der griechischen Insel Delos benannt wurde, sollen mittels eines "Network of Excellence" vielversprechende Arbeiten eingebunden und weiterentwickelt werden. An dem Projekt sind insgesamt 47 europäische Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligt. Der Schwerpunkt bisheriger Arbeiten lag neben dem Gebiet der Analyse und Verwaltung auf der Indizierung von Bildern und Videos. Anwender könnten zum Beispiel Rundfunk- und Fernsehanstalten sein, die ihre stetig wachsenden Bestände dann in dem so genannten Multimedia-Content-Management-System verwalten.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten umfassen die Verwaltung von Bilddaten bis hin zur intelligenten visuellen Suche in großen Bildbeständen. So sollen an Hand von Mustern Bilder ähnlichen Inhalts gefunden werden. Beispielsweise unter gefunden Sonnenuntergängen wird dann der ausgewählt, der das aktuelle Thema am besten symbolisiert. Durch die Verbindung von Bildanalyse und wissensbasierten Verfahren können auch technische Zeichnungen und Diagramme erkannt und interpretiert werden. Außerdem gehören zum Anwendungsbereich die semi-automatische Indizierung von visuellen Inhalten sowie die Analyse von Bewegungen in Videodokumenten oder auch eine erleichterte Handhabung für Blinde.

Im Projekt Delos entwickelt das TZI zudem eine Software, um Videos automatisch in kleine, aber noch bedeutungstragende Einheiten aufzulösen und für eine schnelle und genaue Suche zu indizieren. Diese Technologie wird zum Beispiel für die halbautomatische Archivierung von Nachrichten- und Magazinsendungen benötigt. Darüber hinaus werden neue Verfahren für die Erkennung von Texten in Videos weiter ausgearbeitet und integriert. Die Gesamtförderung für das "Network of Excellence" beträgt für die ersten eineinhalb Jahre 1 912 500Euro.

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