Ex-Motorsportboss
Google darf Sex-Bilder von Mosley nicht zeigen

Der Suchmaschinenbetreiber Google darf in Deutschland Sex-Bilder von Ex-Motorsportboss Max Mosley mit Prostituierten nicht mehr anzeigen. Mosley setzte sich vor Gericht gegen die Suchmaschine durch.
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HamburgDer Suchmaschinenbetreiber Google darf in Deutschland sechs Bilder aus einem Video über das Liebesspiel von Ex-Motorsportboss Max Mosley mit Prostituierten nicht mehr auf seinen Seiten zeigen. Das entschied das Hamburger Landgericht am Freitag und gab damit einer Klage des früheren Chefs des Weltmotorsportverbands FIA statt. „Nach Ansicht der Kammer verletzen die angebotenen Bilder den Kläger schwer in seiner Intimsphäre“, sagte die Vorsitzende Richterin der Pressekammer, Simone Käfer. Google müsse deshalb dafür sorgen, dass die Sex-Aufnahmen über seine Suchmaschine nicht mehr weiter verbreitet würden.

Google kündigte Berufung an. „Unser Meinung nach widerspricht dies europäischer Gesetzgebung“, erklärte ein Unternehmenssprecher in Hamburg. Das Urteil sei ein „beunruhigendes Signal“. Es könnte dazu führen, dass Internetanbieter zur Überwachung selbst kleinster Informationsbestandteile verpflichtet würden, die sie für ihre Nutzer übertrügen oder für diese speicherten.

Die Bilder stammen ursprünglich aus einem Sex-Video, dass die inzwischen eingestellte britische Zeitung „News of the World“ 2008 veröffentlicht hatte. Es zeigt Mosley bei Liebesspielen mit Prostituierten. Dieser geht seit längerem in verschiedenen Ländern gerichtlich gegen die Veröffentlichung vor. Außer Google mahnt er auch Seitenbetreiber direkt ab, die die Bilder verbreiten. In Frankreich setzte sich Mosley in einem ähnlichen Verfahren bereits in November gegen den Konzern durch.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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