Experten-Meinung: Deutschland bei E-Learning noch Exportzwerg

Experten-Meinung
Deutschland bei E-Learning noch Exportzwerg

Deutschland droht nach Ansicht von Experten auf dem Weltmarkt der Aus- und Weiterbildung mit Computern und Internet (E-Learning) international den Anschluss zu verlieren.

dpa KARLSRUHE. Derzeit sei die Bundesrepublik auf diesem Sektor ein „Exportzwerg“, sagte der Vorstandsvorsitzende der SRH Learnlife AG, Michael Nagy, in Karlsruhe.

Insgesamt belaufe sich das jährliche Volumen des Bildungsexports weltweit auf mehr als 60 Mrd. Euro, davon allein 30 Mrd. Euro im Hochschulbereich, erklärte er zum Auftakt der Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie „Learntec 2005“. In Deutschland liege es bei unter einer Milliarde Euro. Zu der Veranstaltung werden bis zum Freitag rund 9 000 Besucher erwartet.

Nagy forderte zusätzliche Märkte für private Bildungsangebote. Als Gründe für die schlechte deutsche Platzierung auf diesem Markt nannte er unter anderem die Verstaatlichung deutscher Bildung und deren Zersplittern auf Länder und Kommunen sowie die mangelnde staatliche Unterstützung für die Bildungswirtschaft.

Mit Blick auf die Pisa-Studie forderte der Siemens-Experte Wolf-Dieter Lachenmaier „Mut zur Erneuerung“. Der gezielte Einsatz von Internet und Computern als tägliche Arbeitsmittel im Unterricht und bei den Hausaufgaben könne die Ausbildung nachhaltig verbessern. Angesichts der veränderten demographischen Situation in Deutschland sei die Weiterbildung auch im Alter immer bedeutender. Dies beziehe sich auf die Fortbildung von Medizinern.

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