Experten sehen auch in Geschäftswelt Chancen
Versand von Text und Bild per Handy

Thorsten Wichmann, Chef des Berliner Marktforschers Berlecon Research, fällt einiges ein, wenn er über den Einsatz von Multimedia Message Services (MMS) in Unternehmen nachdenkt. Man könnte mit den per Handy verschickten Fotos, Tönen oder Texten bei Versicherungen die Schadensabwicklung beschleunigen. Oder bei Arbeiten auf dem Bau Informationen aus der Zentrale schneller einholen. Den Durchbruch, das weiß auch Wichmann, hat MMS in der Businesswelt jedoch trotzdem nicht geschafft.

HB DÜSSELDORF. "Geschäftskunden nutzen eher Plattformen wie Symbian, Palm oder Pocket PC", bestätigt Carsten Michel, Produktmanager für Firmenlösungen bei Nokia. Sein Unternehmen hat zwar schon einige Pilotprojekte mit Lösungen auf MMS-Basis gestartet. So wurde in einer Mannheimer Klinik der Einsatz von Multimedia-Handys für Notärzte erprobt: Die Mediziner konnten Verletzungen fotografieren und damit Informationen schneller und genauer an das später behandelnde Krankenhaus übermitteln. Da die Anwendung im Moment noch getestet werde, habe man jedoch noch kein Feedback, so Michel.

Bei zeitkritischen Anwendungen wie in Mannheim sieht Thomas Müller-Schwemer, Geschäftsführer der Bad Homburger Marketing Corporation AG, jedoch eines der möglichen Einsatzfelder von MMS in Unternehmen. Beispiele seien die Wartung von Fahrstühlen oder Gabelstaplern. Siemens-Pressesprecherin Marion Bludszuweit nennt die Überwachung sowie das Versenden von Bildern aus Kameras als mögliches Anwendungsfeld. Zudem könne MMS Kurierdienste unterstützen.

Konkrete Projekte kennt Michael Neidhöfer von der Dynetic Solutions GmbH in Kaiserslautern. Das Unternehmen hat eine Software entwickelt - diese ermöglicht es, Inhalten so anzupassen, dass sie verschiedenen Endgeräten gezeigt werden können. Im MMS-Umfeld ist die Software unter anderem bei einem Paketdienst im Einsatz. "Wir unterstützen einen Barcode-Scanner in Kombination mit einem MMS- Handy", so Neidhöfer. Wenn ein Empfänger sich beispielsweise über ein beschädigtes Paket beschwert, kann der Lieferant den Barcode und ein Foto des Pakets per Handy zusammen zurück in die Zentrale schicken. Ein weiteres Projekt ist das der Kaiserslauterer Bewegungsmelder GmbH. Das Unternehmen baut ein Rabattmarkensystem für Handys auf. Dabei werden Bildnachrichten per MMS auf Handys gesendet, wenn der Nutzer Tickets bucht oder in angeschlossenen Shops einkauft. Die Kunden können die Punkte bei allen Händlern, die mitmachen, einlösen.

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