Experten warnen aber Hysterie
Internet-Telefonie birgt noch Risiken

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in einer Studie zwar vor Hysterie in Sachen Sicherheit und Internet-Telefonie, zeigt aber auch eine ganze Reihe von Schwachstellen auf.

DÜSSELDORF. Nun gibt es auch beim Telefoniedienst Skype, der gerade dabei war, sich als Anwendung für Unternehmen zu positionieren, Hinweise auf beträchtliche Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können.

Mit einer radikalen Aussage hat die Infotech Research Group professionelle Skype-Nutzer jüngst erschreckt: „Verbannen Sie den Dienst aus Ihrem Unternehmen“, raten die Experten. Sie begründen dieses Urteile auf einer ganzen Reihe von Einwänden: Die Verwaltung der digitalen Signaturen erfolge beim Hersteller und sei nicht sicher. Und Skype berge Risiken in Bezug auf die Compliance. Das sind rechtliche Regelungen für Unternehmen, die definieren, wie Geschäftsunterlagen zu archivieren und Vorgänge zu dokumentieren sind. Schon ein mittelmäßiger Hacker sei in der Lage, die Schwachstellen des Systems auszunutzen. Wenn man Skype überhaupt für Firmenzwecke verwende, solle man auf jeden Fall die für andere Anwendungen geltenden Sicherheitsregeln durchsetzen, raten die Fachleute.

Die Debatte um die Sicherheit von Skype ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Viele Anwender von Voice-over-IP sind mittlerweile nach der ersten Euphorie für Internet-Telefonie deutlich verunsichert.

Die Anbieter sagen zwar, man habe das Problem der Sicherheit bei Internet-Telefonaten im Griff – das gilt aber in der Regel aber nur für Teilbereiche. Einen Überblick über mögliche Problemfelder hat sich das Herstellerbündnis Voice-over-IP Internet Security Alliance (Voipsa) verschafft. Zu den beteiligten Unternehmen gehören unter anderem 3Com, Alcatel, Avaya, das Sans Institute, Siemens und Symantec. Ziel des Bündnisses ist es, die Sicherheit und den Datenschutz bei Voice over IP zu untersuchen und geeignete Technologien zu ihrer Verbesserung zu entwickeln.

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