F-52

Trump verkauft Kampfjets aus Computerspiel

Die USA haben laut US-Präsident Donald Trump Kampfflugzeuge des Typs F-52 an Norwegen geliefert. Doch echte Kampfpiloten sind mit diesem Flugzeugtyp noch nie geflogen – Computerspieler dafür umso häufiger.
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Donald Trump verkauft Kampfjets aus Computerspiel Quelle: dpa
Lockheed Martin F-35

Die F-35 ist einer der technisch fortschrittlichsten Jets der USA, das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug wurde erst vor wenigen Jahren in den Dienst gestellt.

(Foto: dpa)

BerlinUS-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch im Weißen Haus bekanntgegeben, dass die ersten F-52-Kampfjets an Norwegen ausgeliefert worden seien. Eigentlich nicht ungewöhnlich, denn die USA haben einen Vertrag mit den Skandinaviern über die Lieferung von Kampfjets.

Trotzdem dürfte eine F-52 im Lieferumfang nicht enthalten sein. Diesen Flugzeugtyp gibt es nämlich nur in dem Computerspiel Call of Duty (CoD) von Sledgehammer Games. Bei den Flugzeugen für Norwegen handelt es sich tatsächlich um F-35-Kampfjets.

Kampfhubschrauber sucht Netzwerkanschluss
Kampfhubschrauber Wildcat HMA 2
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Die Hubschrauber vom Typ Leonardo Wildcat sind die modernsten, die vom britischen Militär eingesetzt werden. Doch offenbar gibt es Probleme bei der Hardwareausstattung, die bei den Crews zu nerviger Mehrarbeit führen und den Nutzen im Einsatz reduzieren. (Foto: LAPhot Iggy Roberts/MOD, OGL)

Text: Hauke Gierow/Golem.de)

Wildcat HMA2 im Landeanflug
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Wie The Register und das Magazin Air International berichten, sind die Hubschrauber mit der Bezeichnung Wildcat HMA2 zwar mit einem sicheren Funkkommunikationssystem des Herstellers Bowman ausgerüstet... (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Taktischer Datenlink fehlt
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...ihnen fehlt aber der taktische Datenlink (Tactical Data Link, TDL). Der TDL ist ein unter den Nato-Partnern vereinbarter Standard, der die Übertragung digitalisierter Daten ermöglicht. (Foto: Airwolfhound from Hertfordshire, UK - Lynx - Fly Navy Day 2016, CC BY-SA 2.0)

Wildcat HMA2
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Dabei werden die Daten über ein Multiplexverfahren an die Gegenstelle gesendet. Auf diese Weise können zum Beispiel die Kursvektoren von Angriffszielen elektronisch übermittelt werden. (Foto: Von Photo: LAPhot Des Wade/MOD, OGL)

Aus Kostengründen gestrichen
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Andere Helikopter des gleichen Typs verfügen über einen solchen Uplink. Beim Modell für die britische Armee wurde dieser während der Entwicklungsphase im Jahr 2008 jedoch aus Kostengründen gestrichen. (Foto: Von Mark Harkin - East Fortune Air Show, CC BY 2.0)

Nach der Landung USB-Stick zücken
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Die Crews der betroffenen Wildcat-Hubschrauber müssen deshalb Daten entweder auf herkömmlichem Wege über Funk senden oder die ermittelten Daten nach der Landung mit einem USB-Stick oder einem anderen Speichermedium übertragen. (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Nachrüstung wäre möglich
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Technisch wäre es möglich, die 2014 in Dienst gestellten Hubschrauber mit dem entsprechenden Uplink nachzurüsten. Noch ist aber unklar, ob die Maschinen tatsächlich nachgerüstet werden. (Foto: Gerard van der Schaaf/CC BY 2.0)

Wie die Washington Post berichtet, las Trump im Beisein von Norwegens Premierministerin Erna Solberg ein Statement vor, demzufolge die USA einen Teil der bestellten 52 Jets ausgeliefert haben. Vermutlich assoziierte Trump diese Anzahl mit dem typischen F-Präfix und so wurden daraus dann F-52. Möglich aber auch, wenn auch weniger wahrscheinlich: Der US-Präsident ist passionierter CoD-Spieler und erlaubte sich einen Insiderscherz.

Auf Nachfrage teilte der Hersteller der F-35, Lockheed Martin, mit, Norwegen habe den Kauf von 40 Maschinen autorisiert. Zehn davon seien ausgeliefert und drei mittlerweile auf dem Stützpunkt Ørland angekommen.

In Call of Duty Advanced Warfare fliegen Spieler die fiktive F-52 in der 13. Mission des Shooters durch einen Canyon. In der Realität ist die F-35 Lightning II einer der technisch fortschrittlichsten Jets der USA, das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug wurde erst vor wenigen Jahren in den Dienst gestellt. Die Maschine gibt es konventionell oder als senkrecht startendes und landendes Modell für den Einsatz auf Flugzeugträgern.

Erst vor wenigen Wochen äußerte sich Trump als Reaktion auf einen Raketentest Nordkoreas in markigen Worten zu Lockheed Martins F-35: „Die Seelen unserer Feinde werden erzittern, wenn sie das Dröhnen der Triebwerke der F-35 hören, wie sie über ihre Köpfe hinweg donnert, und sie werden wissen, dass der Tag der Abrechnung gekommen ist.“

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  • Der Herr Trump ist der Größte, bisher waren Kühlschränke für Eskimos das Limit aber Herr Trump knackt alle Rekorde, leider kann ich ihn nicht wählen.

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