Facebook Algorithmus erkennt Personen ohne Bild von Gesicht

Facebooks automatische Personenerkennung steht dem Menschen in fast nichts mehr nach. Ein neuer Algorithmus identifiziert Menschen auch dann, wenn ihr Gesicht nicht klar zu sehen ist.
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Facebook setzt in den USA und einigen anderen Ländern auch Verfahren zur klassischen Gesichtserkennung ein, um beispielsweise in der Foto-App „Moments“ Aufnahmen mit ähnlich aussehende Gesichtern zu gruppieren. Quelle: AFP
Umstrittene Technologie

Facebook setzt in den USA und einigen anderen Ländern auch Verfahren zur klassischen Gesichtserkennung ein, um beispielsweise in der Foto-App „Moments“ Aufnahmen mit ähnlich aussehende Gesichtern zu gruppieren.

(Foto: AFP)

Menlo ParkForscher bei Facebook haben einen Algorithmus entwickelt, der Menschen auf Fotos auch dann erkennen kann, wenn ihr Gesicht nicht klar zu sehen ist. Das berichtet das Fachblatt „New Scientist“. Mitarbeiter in Facebooks Forschungslabor zu Künstlicher Intelligenz hätten diese Methode zur Personenerkennung entworfen, schreibt die Zeitschrift. Das Programm sei aktuell aber nicht im Einsatz, erklärte Facebooks PR-Agentur auf dpa-Anfrage.

Der Algorithmus verwendet dem Bericht zufolge Eigenschaften wie die Frisur, Kleidung, Figur und Körperhaltung, um eine Person zu identifizieren. „Es gibt viele Hinweise. Menschen haben charakteristische Aspekte, selbst wenn man sie von hinten sieht“, sagte der Leiter des Forschungslabors, Yann LeCun, dem „New Scientist“. Als Beispiel nannte er Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Ihn könne man gut erkennen, weil er immer ein graues T-Shirt anhabe.

So erschweren Sie den Datensammlern die Arbeit
Schutz gegen die Sammelwut
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Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt beinahe zwangsläufig digitale Spuren. Viele Dienste im Netz sammeln Daten über ihre Nutzer – allen voran der Internetgigant Google. Was mit diesen Daten alles angestellt wird und wo sie wie lange gespeichert werden, lässt sich meist nicht nachvollziehen. Doch ein gewisser Schutz gegen die Sammelwut der Datenkraken ist durchaus möglich.

Logins
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Bei aktivem Login ins Google-Konto ist die Datensammlung besonders einfach. Deswegen sollte man sich nur anmelden, wenn es wirklich nötig ist. Das gilt auch für Logins bei anderen Diensten wie etwa Facebook.

Tracker und Cookies
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Die Verfolgung durch Tracking-Dienste und die Identifikation des Rechners durch Cookies lässt sich einschränken. Dabei helfen die richtigen Browser-Einstellungen im Bereich „Datenschutz“ sowie Add-ons wie „BetterPrivacy“, „Privacy Badger“, „Ghostery“ oder „Disconnect“. Sie lassen sich in den Browsern Firefox und Chrome installieren.

Dass Chrome von Google stammt, ist dabei kein Widerspruch. Der Browser lässt zahlreiche Erweiterungen zu, die vor übertriebener Datensammelei schützen.

Internetsuche
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Die Google-Suche ist der Marktstandard. Allerdings fließen alle Sucheingaben und Klickauswertungen in den Datenschatz des Unternehmens. Es gibt aber zahlreiche Suchdienste, die keine Eingaben ihrer Nutzer speichern oder auswerten, etwa die deutschsprachige Meta-Suchmaschine „OneSeek.de“. Weitere Angebote sind etwa „startpage.com“, „ixquick.com“, „metager.de“ oder „duckduckgo.com“.

Alternativen nutzen
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Für so ziemlich alle Dienste gibt es im Netz mehrere Alternativangebote. Einige davon sind nicht kommerziell wie etwa der Kartendienst „OpenStreetMap“ statt Google Maps, Preisvergleichsportale sind eine Alternative zum Shopping-Dienst des Internetriesen. Kostenlose Übersetzungen ohne Datensammlung liefern etwa „leo.org“ oder „dict.cc“.

Die Facebook-Forscher entwickelten das Programm anhand von 40.000 öffentlich hochgeladenen Bildern von der Fotoseite Flickr. In 83 Prozent der Fällen habe das Programm Personen korrekt identifiziert.

Facebook setzt in den USA und einigen anderen Ländern auch Verfahren zur klassischen Gesichtserkennung ein, um beispielsweise in der Foto-App „Moments“ Aufnahmen mit ähnlich aussehende Gesichtern zu gruppieren. In Deutschland verzichtet das Netzwerk allerdings auf die Gesichtserkennung. Deshalb ist die App „Moments“ auch hierzulande nicht verfügbar.

  • dpa
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